In gewohnt effizienter Weise schlugen die Strandläufer mit zwei Toren in den Minuten 4 und 13 zum 1:2 zurück. Trainer Marek Gajewski wird sich über die Reaktion seiner Schützlinge gefreut haben, denn die Wölfe drehten nun auf und schossen deren 3 in zwei Minuten zur erneuten und verdienten 4:2-Führung.
Erst spielte Matteo Stöhr seinen Gegner schwindelig, bevor er auch noch den Goalie düpierte, dann hämmerte Collin Heckmann den Puck aus vollem Lauf von der blauen Linie in die untere, linke Ecke des Beach-Gehäuses und dann stürmte Dominic Borchmeier unhaltbar über das gesamte Eis und bediente Johannes Dietz, der dankbar einnetzte. Ärgerlich: Sekunden vor der Pause gelang dem EHCT noch der Anschlusstreffer zum 4:3.
Kurios: Das zweite Drittel beginnt wie das erste, nur dass diesmal der EHCT nach genau 7 Sekunden den Ausgleich zum 4:4 erzielte. Die Wölfe spielten weiter wie aus einem Guss. Das war Braunlager Spielkultur gegen Timmendorfer Kampfgeist. Während die Wölfe die Timmendorfer mit schnellem und direktem Kombinationsspiel überforderten, antworteten die Küstenbewohner mit kraftvollen Einzelleistungen. Nachdem die Wölfe zahlreiche Chancen ausgelassen hatten, gingen die Timmendorfer durch einen Doppelschlag in Minute 34 überraschend wieder in Führung: 4:6.
Das Eis in Timmendorf scheint den Bergstädtern immer mehr zu gefallen. Die Wölfe heulten nicht, nein, sie jagten. Mit einer Kombination aus dem Lehrbuch kam der Puck von Collin Heckmann zu David Sahic und von dort zu Michel Bauer. Der umspielt den Torwart und macht den Anschlusstreffer zum 5:6 in Minute 37. Sekunden vor der zweiten Pause wieder eine der raumgreifenden Kombinationen: Sinja Paurat auf Michel Bauer, der auf David Sahic, weiter auf Collin Heckmann und von da aus in das Tor zum 6:6-Ausgleich.
Im abschließenden Drittel waren die Wölfe drauf und dran, die Beute endgültig zu erledigen. Der EHCT war ausgepumpt und konnte dem druckvollen Harzer Spiel kaum noch standhalten. Der Puck wollte aber einfach nicht in das Netz. Es begann das Timmendorfer Glockenspiel. Die Wölfe holten aus dem Timmendorfer Torgestänge nahezu alle Töne der Tonleiter heraus.
Und wer vorn nicht trifft…..: 6:7 in Minute 48.
Doch die Harzer Bemühungen wurden letztlich belohnt. Johannes Dietz machte in Minute 52 den erneuten Ausgleich zum 7:7. Und dabei blieb es. Penalty-Schießen! Die ESC-Schützen waren heute einfach cool drauf, denn jeder Schuss war ein Treffer. Die Timmendorfer – hingegen - konnten nur einmal jubeln. Sieg! 8:7 für die Wölfe!
Fazit: Ein überragender Dominik Borchmeier und ein ebenfalls überragender Collin Heckmann haben das gesamte Team zur Höchstleistung animiert. Einziger Wehrmutstropfen ist der verschenkte Punkt.
Die Tore: Collin Heckmann (2), Matteo Stöhr (3), Johannes Dietz (2), Michel Bauer
Die Mannschaft: Nick Paurat, Marcel Soremski, Sinja Paurat, Collin Heckmann, Dominic Borchmeier, Julian Jacek, Jerun Huskic, Johannes Dietz, Michel Bauer, Matteo Stöhr, David Sahic, Isabell Werner





















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