Zum ersten Mal gibt es rund um den Bergmarathon ein abwechslungsreiches Programm: Kinder können sich als Wildkatzen schminken lassen, basteln, an einer Wildkatzen-Rallye und an einem Hindernis-Parcours teilnehmen. Höhepunkt des Programms wird ein Künstler sein, der aus einem großen Stück Holz eine Wildkatze sägt, die anschließend versteigert wird. Die Besucher können bei einer Wildkatzen-Tombola viele Preise gewinnen und sich bei Mitarbeitern des BUND und des Nationalparks Harz über die Wildkatze und das Schutzgebiet informieren. Zudem werden Stände mit regionalen Produkten zum Bummeln und Kaufen einladen.
20.000 Kilometer lang ist die erwartete Gesamtstrecke, die die Sportler in Bad Harzburg symbolisch für das Überleben der Wildkatze laufen werden. Der BUND Niedersachsen konnte die Stadtwerke Bad Harzburg als Hauptsponsor des Laufes gewinnen , so dass jeder gelaufene Kilometer Bares für den Schutz der Wildkatze einbringen wird. Die Erlöse des Spendenlaufs, der Versteigerung und der Tombola fließen in den Kauf von Bäumen und anderen Pflanzen, die für so genannte Wildkatzenkorridore in Niedersachsen gebraucht werden. Diese Korridore, die der BUND im Rahmen seines Wildkatzen-Projekts pflanzt, sollen alle Wälder in Niedersachsen, in denen noch die letzten Wildkatzen leben, wieder miteinander verbinden. So können sich künftig die Populationen wieder vermischen.
Der Wildkatzenlauf in Bad Harzburg ist der zweite bundesweite Lauf im Rahmen einer von der EU geförderten Informationskampagne. Diese Kampagne hat das Ziel, einer breiten Öffentlichkeit die Themen Artenschutz, Biodiversität und Biotopverbund näher zu bringen. Besondere Höhepunkte des Tages sind der Bambini-Lauf mitsamt Siegerehrung (11 Uhr bis 11.30 Uhr) sowie der Kettensägen-Künstler, der die hölzerne Wildkatze entstehen lässt, deren Versteigerung und die Vergabe der Tombola-Gewinne (13.30 Uhr bis 15 Uhr). Alle weiteren Informationen finden Sie im angehängten Programm, dass Sie sich links auf dieser Seite herunter laden können.
Hintergrund: BUND-Projekt zum Schutz der bedrohten Wildkatze
Die Europäische Wildkatze
Die einst in fast allen Wäldern Deutschlands heimische Mäusejägerin steht seit vielen Jahren auf der Roten Liste der bedrohten Arten. In weiten Teilen Deutschlands ist sie bereits ausgestorben. Die letzten Wildkatzen leben in meist sehr kleinen Waldgebieten, doch viele von ihnen sind zu klein, so dass die Wildkatzenpopulationen dort nicht dauerhaft überleben können. Viele Katzen werden zudem Opfer des Straßenverkehrs.
Das BUND-Projekt
Mit seinem Projekt „Schleichwege zur Rettung der Wildkatze“ ergänzte der BUND Landesverband Niedersachsen e.V. schon seit April 2007 das bestehende, länderübergreifende Großprojekt „Ein Rettungsnetz für die Wildkatze“. Seit Anfang 2010 setzt sich der BUND Niedersachsen mit dem Folgeprojekt „Leise Pfoten - Wilde Wege“ für den Schutz der Wildkatzen ein.
Weitere Projektbausteine neben dem Wildkatzenlauf sind die Pflanzung des ersten niedersächsischen Wildkatzenkorridors im Landkreis Holzminden sowie ein neues Infomodul zur Wildkatze vor dem Nationalpark- Besucherzentrum TorfHaus. Im Herbst 2011 wird ein Wildkatzen-Erlebnispfad im Nordharz fertig gestellt.
Das Niedersächsische Wildkatzen-Projekt wird gefördert durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung und das EU-LIFE+-Programm. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie im Internet unter www.bund-niedersachsen.de und www.wildkatze.info.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) ist bundesweit mit rund 470.000 Mitgliedern, Spendern und Förderern einer der großen Umweltverbände Deutschlands. In Niedersachsen zählt der Verein rund 33.000 Mitglieder und Förderer. Der Verein ist vom Staat als Umwelt-/Naturschutzverband anerkannt. Der BUND versteht sich als die treibende gesellschaftliche Kraft für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Die Vision: ein zukunftsfähiges Land in einer zukunftsfähigen und friedfertigen Welt.
Foto: Thomas Stephan/BUND: Kinder beim Basteln von Wildkatzen-Masken





















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