Zweiteilung der Eliten in Russland, Politik- und Kulturentwicklung zweier Großmächte, Verletzung der Menschenrechte in China: Facettenreich und kompetent debattieren der Sinologe Prof. Dr. Axel Schneider und der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Peter Schulze im RegionalJournal RegJo über Spannungsverhältnis zwischen Fremd- und Eigenwahrnehmung der Großmächte. Tenor: Westliche Medien machen es sich bei der Bewertung der politischen Entwicklung in den beiden Riesenreichen häufig zu leicht. So klagt Schulze: „Wenn wir sehen, wie sich die Europäer im 19. und 20. Jahrhundert benommen haben, wie China gedemütigt wurde, wie es bis heute zum Teil böswillig verzerrt dargestellt wird, heißt es: Oh Gott, die Chinesen kommen. Gleichzeitig möchte man aber ihr Geld. Diese verzerrte Darstellung paart sich mit der ambivalenten Darstellung des Westens in China.“
Das Professoren-Interview ist einer der journalistischen Glanzlichter der mehr als 200 Seiten umfassenden Frühjahrsausgabe, die der Polygo-Verlag in Göttingen und der Regionalverband Südniedersachsen als Herausgeber jetzt vorgelegt haben. Chefredakteur Sven Grünewald schlägt mit Reportagen über wissenschaftliche Sammlungen der Universität Göttingen über zu Forschungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am ICE der Zukunft, dem „Next Generation Train“, bis hin zur Analyse der weltweiten Finanzkrise einen phaszinierenden Bogen. Sein Team stellt darüber hinaus seltene Dokumente zukunftsweisender und qualitätsvoller Architektur in Südniedersachsen vor und verrät Ergebnisse jüngster Ausgrabungen im Harzhorn. In das neue RegJo sind Sonderhefte über die Besonderheiten des Landkreises Northeim in der laufenden Kreisfusionsdebatte sowie über die südniedersächsische Fachwerkinitiative enthalten. Eine Fundgrube interessanter Vorschläge zur Anpassung von Städten und Gemeinden an den demographischen Wandel bietet das Interview mit den beiden Architekten und Stadtplanern Michael Lange und Dirk Puche.
Regionalverband Südniedersachsen und Polygo-Verlag geben das RegJo seit 1996 in einer Auflage von 20.000 Exemplaren vier Mal jährlich heraus. Das vierfarbig gestaltete Magazin wird durch Anzeigen, Beiträge privater Kooperationspartner und Verkaufserlöse finanziert. Es liegt aus in Kreis- und Rathäusern, bei sowie in Sparkasse und Kultureinrichtungen. Außerdem wird es über den Lesezirkel vertrieben. Besondere Bedeutung hat der Versand über Directmailing an Unternehmen.






















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