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Christoph R. Hörstel

Christoph R. Hörstel

Experte für Zentral- und Südasien, Nah- und Mittelost,  Sicherheitsfragen

Regierungs- und Unternehmensberater, Publizist

Webseite-URL: http://www.hoerstel.ch eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Was bringt Killary? Von Christoph R. Hörstel

Eine Reihe Beobachter, darunter dieser Autor, ahnten, dass die Waffenruhe am 20.November scheitern könnte, weil die engagierten Raketenschützen nicht so schnell und leicht zu stoppen sind - was Israels Regierung nicht nur weiß, sondern in der üblichen multikriminellen Politik auch fördert. Denn dieses neue Massaker, noch mehr als das letzte von 2008/9, wird auch in den internationalen Medien entschieden, wo Israel bisher keine glückliche Figur macht.

Zur Zeit tobt in den Medien eine angebliche Auseinandersetzung um die Zustimmungspflichtigkeit eines möglichen deutschen Einsatzes an der türkisch-syrischen Grenze. Außerdem verlangt die Opposition rückhaltlose Aufklärung über die Details durch die Bundesregerung - und ein UN-Mandat. Interessant ist, dass diese ganze Debatte - sehr wohl im kriegstreiberischen Stil deutscher militärischer Angebotspolitik - geführt wird, BEVOR die Türkei überhaupt ihre offizielle Anfrage an die Nato gestellt hat.

Freigegeben in Mittlerer Osten
 |  Donnerstag, 08 November 2012 13:20

Erneut hat Washington einen Weg gefunden, ein Land (Syrien) mit Hilfe einer aggressiven militärischen Maßnahme (hier: de facto Flugverbotszone zu destabilisieren, ohne vorher den Sicherheitsrat um Genehmigung zu ersuchen. Der Weg: Die Nato (USA) liefert der Türkei "Patriot"-Raketensysteme - und erteilt der Türkei gleichzeitig die Erlaubnis, damit über syrischem Territorium syrische Luftwaffeneinheiten abzuschießen - also: Krieg zu führen.

Syrien hat keine Chance ohne kommunikativen Entlastungsangriff gegen die Nato, zusammen mit Russland. Und Russland hat keine Chance ohne einen zivilgesellschaftlich aufgehängten, kommunikativen Angriff gegen die korrupten Nato-Regierungen, die ihre Bevölkerungen desinformieren und auspressen. 

BEWEISE ZUM EU-REGIERUNGSSKANDAL DER KONZERTIERTEN MEDIENMANIPULATION

Soeben ist beweisbar geworden, dass über Jahre hin auf Veranlassung der europäischen Regierungen in allen Redaktionen in allen wichtigen Medien (Presse, Funk & TV) europaweit als redaktionelle Texte getarnte EU- und Euro-Propaganda veröffentlicht wurde, um die Bevölkerungen in die Irre zu führen, Euro-Skeptiker totzuquatschen und die Zustimmung zur EU und zum Euro künstlich hochzutreiben.

Zum Scharmützel zwischen Türkei und Syrien - Von Christoph R. Hörstel.

Hatte ich vor zwei Tagen, auch im IRIB-Interview gestern, gesagt, dass die erfolgreiche Niederschlagung der Rebellen- und Söldnertruppe in Syrien kein Grund zur Siegesfreude ist? Dass die Nato-Mafia unter US-Führung für diesen Fall neue kriminelle Wege zur Durchsetzung ihrer Aggression sucht? Zum Grenzscharmützel zwischen den Nachbarn das Wichtigste in Kürze:

Wenn es der Nato-Propaganda gelingt, unwidersprochen die Christen für die Söldnerrevolte zu reklamieren, könnte Syrien sturmreif sein - auch ohne UN-Mandat.

Wir hatten in den vergangenen Tagen in englischsprachigen Medien bereits Hinweise auf diesen neuen Propagandatrick - jetzt legt SCHMIERGEL nach - klar, wer denn sonst...

In den westlichen Medien hat der 16. Gipfel der traditionsreichen Blockfreien-Bewegung stattgefunden wie eine kurzfristige Überraschung minderen Ausmaßes, eine Art „Ausrutscher“ dieser Staatengemeinschaft, die sich unglücklicherweise den falschen Tagungsort gewählt hatte. Unerwähnt blieb, dass zum Zeitpunkt der Festlegung dieses Tagungsortes die USA und Israel gemeinsam fest geplant hatten, in Iran eine weitere „Farbenrevolution“ zu veranstalten, die in christlich geprägten Ländern stets die Farbe Orange tragen – und in islamischen die Farbe Grün.

Die große Linie ist kristallklar: Syrien wurde hauptsächlich aus drei Gründen von der NATO und deren arabischen Komplizen in der bekannten Härte und Größenordnung angegriffen:

  • 1. Freies Schussfeld für eine spätere Entscheidung Washingtons über den Angriff auf Iran – dazu gehört auch die möglichst weit reichende Störung des guten Verhältnisses zu Hisbollah und Hamas. Bevor hier wieder die üblichen laienhaften Vorstellungen über Israels Rolle aufkommen: Washington entscheidet – wenn auch unter wachsendem israelischem Einfluss, der vielen Amerikanern ein wachsender Dorn im Auge ist, weil sie die wachsende, kurzsichtige und gefährliche Abenteuerlust Israels als Bedrohung für US-Interessen ansehen.

Potsdam, 28. Juli 2012. Wann immer die USA warnen, dass es eine Gefahr unmittelbar bevorstehender Gewalt gebe, sogar ein Massaker oder Grausamkeiten, lohnt jede Aufmerksamkeit. Derartige Voraussagen haben eine nahezu schamlose Neigung, sich als zutreffend herauszustellen. Deshalb könnten jüngste „Besorgnisse“ schlechte Nachrichten bedeuten. Die Welt erholt sich gerade vom Schock der Berichte über Massaker, die aus Syrien zu uns gelangen, wie zum Beispiel das in al-Houla von Ende Mai dieses Jahres.



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