Teil 1: Die gebildeten Amerikaner
Es begann eigentlich schon alles mit der Entdeckung der Europäer des amerikanischen Kontinents. Nachdem man dort Kriege geführt hatte und zum großen Teil die Ureinwohner abgeschlachtet, versklavt oder vertrieben hatte, siedelten viele über den großen Teich über.
Durch die Siedler teilten sich die Mächte in Europa Nordamerika auf. Frankreich, Spanien und England waren die 3 Imperialisten die die Macht hatten. Doch das sollte nicht so bleiben, denn der Mensch hat eine Schwäche für Patriotismus und das machte sich auch bald bemerkbar. Die Siedler, die einst aus Europa kamen, begannen Familien zu gründen oder waren schon Familien und bekamen Zuwachs. Dieser Zuwachs hat kein zwar durch die Eltern oder Großeltern "Wurzeln" in Europa, ist aber doch mehr seinem Geburtsland angehangen.
So kam es dazu, dass sich bald die Bürger gegen die Beschränkungen aus Großbritannien wehrten. Die Tea Party und der Unabhängigkeitskrieg brachten nach und nach Befreiung auf dem Kolonialkontinent und so entstand 1776 die amerikanische Unabhängigkeitserklärung am 4.Juli, was aber den bis 1781 laufenden Krieg nicht beendete.
Am 17.September 1787 legte die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika die politische und rechtliche Grundform fest. George Washington, Benjamin Franklin und Alexander Hamilton sind bei der Unterzeichnung der Verfassung auf dem heute legendären Gemälde von Howard Chandler Christy zu sehen. Kommen wir nun zu einem Artikel der Verfassung. Der Artikel 1, Paragraph 8 und 10 besagen:
"Der Kongress besitzt die Macht (…) Geld zu borgen (…), Geld zu prägen, den Wert dessen festzulegen und auch den des fremden Geldes, den Standard der Gewichte und Maße festzulegen (…) [und] für die Bestrafung des Geldfälschens zu sorgen (…)
Kein Staat darf (…) Geld prägen; Kreditscheine ausgeben(…) [oder] etwas anderes als Gold- und Silbermünzen zu Zahlungsmitteln erklären."
Der heute missbrauchte Artikel der Verfassung wurde schon immer ignoriert oder ausgesetzt. Wie es so immer mit Krieg ist, kostet dieser auch und der langatmige Unabhängigkeitskrieg machte viele Schulden und deshalb druckte man schon vor der Verfassung Papiergeld, welches wie auch heute Inflation erzeugt. Im Jahre 1776 betrug der Geldvorrat der Kolonien 19 Millionen Dollar, ein Jahr später nur noch 13 Millionen. Dann begann man mit dem Drucken vom Papiergeld, um die Lasten des Krieges zu tragen. 1778 war der Geldvorrat auf 64 Millionen gestiegen und ein Jahr weiter sogar auf 125 Millionen. Das ist ein Geldmengenanstieg von 735% in nur 3 Jahren.
Schon 1781 wurde die Institution Bank of North America nach dem Vorbild der Bank of England, der ersten Zentralbank, gegründet. Die Bank of North America hatte allerdings nicht das Recht, Geld auszugeben bzw. Geld zu drucken. Es entstand trotzdem Inflation, weil die Bank betrügerisch agierte und so endete das Experiment auch schon 1783.
Nachdem die Bank geschlossen war und die Verfassung die Wege einer neuen Zentralbank versperrte, erlebte man in den USA einen unvergleichlichen wirtschaftlichen Aufschwung und den damit verbundenen Wohlstand. Doch ein Abzweig zur Zentralbank war noch vorhanden und diesen Weg wusste man zu nutzen, denn dem Kongress war es untersagt Geld zu drucken, aber nicht zu borgen!
Man schuf also den Plan zur Errichtung einer Bank, die die Befugnis zum Geld erschaffen, welches zum großen Teil an die Regierung verliehen werden sollte und es sollte sichergestellt werden, dass die Schuldscheine von der Allgemeinheit als Geld akzeptiert werden.
Alexander Hamilton, der 1790 Finanzminister und einer der Unterzeichner der Verfassung war, also auch des Artikels 1, legte dem Kongress den Vorschlag der First Bank of the United States vor. Nach dem Konflikt mit Thomas Jefferson bekam die Bank trotzdem das Recht, Geld zu erschaffen, und zwar für 20 Jahre. Nachdem es, wie zu erwarten, wieder zur Inflation kam, und der Vertrag 1811 auslief, war die First Bank of the United States auch Geschichte. Es bildeten sich viele Banken auf dem Lande, die sich erhofften, den Freibrief der Zentralbank zu bekommen, doch ihre Hoffnungen sollten keine Erfüllung finden.
Nur 5 Jahre später zeigt es sich, dass man nichts gelernt hatte. Man erteilte 1816 der Second Bank of the United States mit einer Konzession für 20 Jahren. Bald machten sich die ersten Aufschwung-Abschwung-Zyklen bemerkbar, aber das Interessanteste war, wer die Kontrolle hatte und diese Kontrolle kam aus England. Das Commonwealth hielt sehr viele Anteile an der Second Bank of the United States.
So wie bei der der First Bank endete es auch bei der Second Bank nach 20 Jahren. Präsident Andrew Jackson war der schärfste Gegner dieser Bank und konnte mit seiner Wiederwahl 1832 seine Position gegen die Bank stärken.
Nun, was haben wir bisher gesehen? Die Bürger der USA/Amerika erlebten einen Krieg, bekamen eine Verfassung und wählten Politiker zum Präsidenten, die oft mit den Falschen zusammen arbeiten und sich gegen 3 korrupte Banken wehren mussten, und dies auch schafften, indem das Volk sich informierte, was Vor- und Nachteile der Banken waren und welche Auswirkungen das auf ihr Leben hatten.
Alle meine bisherigen Zitate und Informationen stammen aus dem Buch von G.Edward Griffin: "Die Kreatur von Jekyll Island" ISBN: 978-3-938516-28-7.
Das Buch kann ich selbst nur wärmstens empfehlen. Ich habe es gelesen, und meiner Meinung nach ist es Pflichtlektüre für jeden Bürger.





















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