Nach 1994 Duderstadt, 1999 Northeim, 2007 Göttingen/Apex findet am Donnerstag, dem 19. Juli 2012, das „4. Regionale Kulturgespräch“ im Göttinger Kulturzentrum musa statt. Die eintägige Veranstaltung dreht sich mit Vorträgen und Fortbildungen rund um das Management und die Förderung von Kultur. Eingeladen sind alle Organisatoren von Kulturangeboten in Südniedersachsen und darüber hinaus. Veranstalter sind der Landschaftsverband Südniedersachsen und die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS). Der Teilnehmerbeitrag liegt bei 30,00 EUR, Anmeldeschluss ist 13.07.2012.
Einige Veranstaltungen werden u. U. parallel oder zweimal am Vor- und Nachmittag angeboten, bei zu geringem Interesse kann ein Angebot auch wegfallen. Dies und der genaue Zeitablauf wird aufgrund der Anmeldungen festgelegt. Die angemeldeten Teilnehmer erhalten einige Tage vor dem Regionalen Kulturgespräch genauere Informationen über Ort, Zeitplan und Programm. Der Teilnehmerbeitrag von 30,00 EUR ist in bar bei der Ankunft auf der Tagung zu entrichten, unabhängig davon, wann und wie lange man an der Tagung teilnimmt.
Geplantes Programm für das 4. Regionale Kulturgespräch am 19.07.2012
Kulturförderer stellen sich vor
- Daniela Koß (Stiftung Niedersachsen, Hannover): Das Förderprofil der Stiftung Niedersachsen Seitdem 2009 die Stiftung Niedersachsen jene Fördermittel betreut, die bis dahin von der (nunmehr aufgelösten) Lottostiftung vergeben wurden, herrscht immer noch bei manchen Kulturakteuren Unsicherheit, wofür und wieviel Förderung man bei der Stiftung Niedersachsen bekommen kann. Die dortige Referentin für Theater und Soziokultur kann das erklären.
- Susanne Litfin (Litfin-Stiftung, Göttingen): Die Litfin-Stiftung und ihre Initiative „Impulse für Göttingen“ Die Litfin-Stiftung ist nicht nur in Göttingen, sondern auch im Umland aktiv. Vor kurzem hat sie eine Plattform gegründet, die Ideen des crowd funding aufgreift und an die lokalen Gegebenheiten anpasst. Die Stiftung und deren Initiative wird von der Mitgründerin und Vorstandsvorsitzenden vorgestellt.
- Anna Mohr (Klosterkammer Hannover): Erbe und Auftrag der Klosterkammer Für manche ein lebendes Fossil, für andere ein Grundeigentümer, der keine Flächen verkauft, sondern nur in Erbpacht vergibt. Wer oder was ist die Klosterkammer, woher hat sie ihr Geld? Vor allem aber: Fördert sie damit auch Kultur? Und welche? Die Referentin betreut Förderprogramme der Klosterkammer und wird diese Fragen beantworten.
- Olaf Martin (Landschaftsverband Südniedersachsen, Northeim): Die neue Förderpolitik des Landschaftsverbandes In den Gremien des Verbandes wurde in den letzten zwölf Monaten intensiv darüber nachgedacht, wie auf die Veränderung der Publikumsgewohnheiten, den demografischen Wandel und die kommunale Finanzknappheit reagiert werden kann. Sofern vom Vorstand am 17.7. beschlossen, kann der Geschäftsführer beim „Kulturgespräch“ die neuen Ziele und Schwerpunkte vorstellen.
Ideen für die Praxis
- Ulrike Witt (Kulturpforte e. V., Göttingen): Die „Kulturpforte Göttingen“ eröffnet Zugänge Nicht benötigte oder von den Anbietern zur Verfügung gestellte Eintrittskarten an solche Menschen vermitteln, die sich das sonst nicht leisten könnten oder bisher nicht auf die Idee eines Kulturbesuchs kamen – das ist die Idee der Kulturlogen. Eine der Gründerinnen der Göttinger Kulturpforte stellt das Konzept vor.
- Sebastian Otto (Kulturzentrum musa, Göttingen): Internet-Ticketing für kleinere Veranstalter Auch für kleinere Kultureinrichtungen lohnt sich inzwischen der Vertriebskanal Internet. Viele Besuchswillige erwarten das auch. Welche Erfahrungen hat die musa gemacht? Einer der Verantwortlichen berichtet davon.
- Sebastian Otto (Kulturzentrum musa, Göttingen): Facebook-Präsenz von Kulturanbietern Sind die sozialen Netzwerke wie Facebook nur eine Mode, die bald wieder abebbt? Oder löst diese Kommunikation das Geplauder am Gartenzaun oder im Supermarkt ab? Kulturveranstalter brauchen positive Mundpropaganda – aber brauchen sie auch Facebook? Bei der musa ist man schon länger dabei.
Seminare für‘s Eingemachte
- Elke Flake (LAGS-Regionalberaterin, Braunschweig): Was ich wissen muss, wenn ich Menschen bezahle Ab wann ist eine Aufwandsentschädigung zu viel der Ehre? Wo wird sie zu einer unzulässigen Begünstigung eines Ehrenamtlers? Wie vermeide ich Scheinselbständigkeit? Was sind angemessene Honorarhöhen? Wer muss welche Steuern auf Honorare abführen? Heikle Fragen, die sich jeder Vereinsvorstand stellen sollte und die eine erfahrene „Troubleshooterin“ beantwortet.
- Elke Flake (LAGS-Regionalberaterin, Braunschweig): Gemeinnützig werden und bleiben Sehr komplex sind die Regelungen zur Gemeinnützigkeit. Auch wenn man sie hat, kann man sie wieder verlieren. Keineswegs ist die Gemeinnützigkeit ein Freifahrschein, mit dem die Vereinsentwicklung beliebige Richtungen einschlagen kann. Hier werden Wegweiser und Warnschilder aufgestellt.
- Elke Flake (LAGS-Regionalberaterin, Braunschweig): Umsatzsteuer im Kulturbereich Viele wissen oder glauben es nicht: Auf Eintrittseinnahmen ist grundsätzlich Umsatzsteuer zu entrichten. Auf andere Einnahmen aus „wirtschaftlicher Betätigung“ auch. Aber es gibt natürlich Ausnahmen und die Umsatzsteuerpflicht kann auch ein Vorteil sein. Was in welchen Fall gilt, wird hier gezeigt.
- Klaus Thorwesten (LAGS-Regionalberater, Osnabrück): Der Gastspielvertrag und seine Folgen GEMA, Künstersozialabgabe, Ausländersteuer – hier zuckt der leidgeprüfte Kulturveranstalter zusammen. Aber Wegducken hilft nicht und kann schnell vier- bis fünfstellige Probleme verursachen. Ein erfahrener Fachmann erläutert die Vertragsgestaltung und ihre Folgen. Ein Muss für alle Kulturveranstalter.
Eine Übersicht der geplanten Veranstaltungen finden Sie in der PDF-Datei, die Sie sich weiter unten herunterladen können. Diese Datei enthält auch ein Formular, das Sie bei Interesse bitte für Ihre Anmeldung nutzen.





















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