• Deutlich weniger Einkommen, aber höhere körperliche Belastungen und weniger Einfluss auf die Gestaltung der Arbeit - eine repräsentative Beschäftigtenbefragung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum DGB-Index Gute Arbeit zeigt gravierende Unterschiede bei den Arbeitsbedingungen von Leiharbeitnehmern und Stammbeschäftigten auf. Entliehene Kräfte bewerten ihre Arbeit deutlich negativer. Die Sonderauswertung des DGB-Index für den Zeitraum 2012 bis 2018 liegt der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstagausgabe) vor. Anlass ist die aktuelle Tarifrunde, bei der sich die DGB-Tarifgemeinschaft am kommenden Dienstag zur zweiten Verhandlungsrunde mit den Verbänden der Zeitarbeit, BAP und IGZ, trifft.

  • Am Tag der Arbeit mobilisieren die Gewerkschaften alljährlich, um für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Gerechtigkeit zu demonstrieren – in diesem Jahr mit Blick auf Europa. Doch obwohl sicher auch am 1. Mai 2019 wieder hunderttausende zu den Kundgebungen kommen werden und die Gewerkschaften 2018 mit über 680.000 so viele Streikende mobilisieren konnten wie nie seit der Wiedervereinigung, befinden sich die Gewerkschaften in einer Dauerkrise. Und die könnte gravierende Folgen für die Tarifautonomie haben.

  • Paketdienste und Versandhändler stellen in diesen Wochen Zehntausende Saisonkräfte für das Weihnachtsgeschäft ein, wie eine Umfrage der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Samstagausgabe) ergab. DHL als größter Zusteller in Deutschland erklärte, 10.000 Aushilfen zu benötigen, Konkurrent Hermes gab 6500 zusätzliche Arbeitskräfte für das Weihnachtsgeschäft an, DPD stellt rund 4000 und GLS 3000 Saisonkräfte ein. UPS nennt nur globale Zahlen, weltweit benötigt das US-Unternehmen demnach 100.000 Aushilfen vor Weihnachten. Der Versandhandelsriese Amazon gab an, in diesem Jahr etwas weniger Saisonkräfte zu benötigen als im Vorjahr, weil deutlich mehr Stammpersonal eingestellt worden sei. In den Vorjahren war bei Amazon von rund 13.000 Aushilfen für die Wochen vor Weihnachten die Rede.

  • Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) geht in die Offensive gegen den Pflegenotstand: "Kommende Woche starte ich mit meinem Ministerium eine breite Kampagne, um junge Menschen für die Pflege zu gewinnen und über die Chancen der neuen Pflegeausbildung zu informieren", sagte Giffey im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).