• Die ersten Investmentbanker der Deutschen Bank mussten in London und New York schon an diesem Montag ihre Sachen packen. 18.000 weitere Beschäftigte des größten heimischen Geldhauses werden dieses Schicksal in den kommenden Jahren teilen müssen. Jede fünfte Stelle fällt dem Schrumpfkurs der Bank zum Opfer. Normalerweise würde eine Branchengewerkschaft lautstark den Vorstand schelten und nach Rücknahme der Pläne rufen. Doch diesmal ist es anders.

  • Der angekündigte Konzernumbau der Deutschen Bank ist nicht irgendein Sparprogramm. Die jetzt verkündeten Maßnahmen markieren einen Wendepunkt in der Geschichte und Strategie von Deutschlands größtem Geldhaus. Es ist auch die Abkehr vom einstigen Anspruch und Selbstverständnis, einer der wichtigsten globalen Bankenriesen zu sein. Einer, der aber auch weltweit mit Problemen, Milliardenstrafen und Verlusten zu kämpfen hat.

  • Nicht alles lässt sich so schnell über Bord werfen wie 18.000 Mitarbeiter. Wer dachte, dass sich die Deutsche Bank mit dem am Wochenende angekündigten Kahlschlag in der Belegschaft und mit der Verschiebung von Risikoaktiva im Volumen von 74 Mrd. Euro in eine neue Bad Bank gleich auch ihrer vielen anderen Altlasten entledigen könnte, wurde in den vergangenen Tagen schnell wieder eines Besseren belehrt.