• Mit den sogenannten Kryptowährungen ist es wie mit einer hartnäckigen Erkältung: Sie scheinen nicht mehr zu verschwinden und nerven. Nicht nur wegen der enormen Volatilität und vollmundigen Versprechungen, die in der Kryptogemeinde selbst nach dem Platzen der Bitcoin-Blase 2017 gern geäußert werden. Auch die Idee, weltweit ein Zahlungsmittel über das Internet bereitzustellen, das eine Alternative zu Zentralbankgeld sein könnte, ist nicht mehr aus der Welt zu bringen. Solche "Parallelwährungen", die im Grunde keine sind, da es sich nur um digitale Token handelt, bei der die Gegenpartei ein Software-Algorithmus ist, haben ein noch nicht vollständig begriffenes Potenzial, das Finanzsystem zu verändern.

  • Die Zahl der Geldwäsche-Verdachtsmeldungen ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Nach Informationen von NDR und Süddeutscher Zeitung hat die auf Geldwäsche spezialisierte Zolleinheit FIU (Financial Intelligence Unit) 2018 deutlich mehr als 70.000 solcher Meldungen erhalten. 2017 waren es noch 59.000, vor zehn Jahren 7.300. Recherchen beider Medien zufolge werden für die Geldwäsche vermehrt Konten von Onlinebanken genutzt. Diese Bankkonten werden oft von ahnungslosen Dritten eröffnet, von Kriminellen gekapert und verkauft.