• Mehr als 6,6 Millionen sind im vergangenen Jahr von Deutschland aus in Länder außerhalb der Europäischen Union transportiert worden. Das geht aus der Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der FDP hervor, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". Zu fast 99 Prozent handelte es sich dabei um Zuchtgeflügel: 6,5 Millionen weibliche Hühnerküken wurden demnach in alle Welt exportiert. Hinzu kamen 68.000 Zuchtrinder sowie einige Hundert Schweine, Pferde und Ziegen. Dem gegenüber standen im vergangenen Jahr 3712 Tiere, die explizit zur Schlachtung ins außereuropäische Ausland verbracht wurden - vorrangig Schweine nach Bosnien-Herzegowina. Die Zahl der transportierten Zucht- und Schlachttiere nahm im Jahresvergleich leicht zu.

  • Die deutschen Züchter weisen die Kritik an Langstreckenexporten von Rindern als unberechtigt zurück. Bianca Lind vom "Bundesverband Rind und Schwein" sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Die Kritik ist übertrieben. Fakt ist: Die gesetzlichen Anforderungen werden eingehalten." Das gelte auch auf mehrtägigen Langstreckentransporten beispielsweise nach Usbekistan oder Nordafrika. Verbandschefin Lind betonte, dass bis heute keine Beweise vorgelegt worden seien, dass Export-Rinder auf Langstreckenfahrten gelitten hätten. Offenbar stecke hinter den Vorwürfen das Ansinnen, Tiertransporte grundsätzlich verbieten zu wollen, so Lind.