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Die Täter leben unter uns

v.l. Sven Lau, Pierre VogelFoto: ireas / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

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Die Täter leben unter uns

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Wenn es die mörderischen Anschläge in Brüssel nicht gegeben hätte, hätten an diesem Wochenende islamistische Extremisten ihre Hasstiraden in Duisburg und Essen ungestört verbreiten können. Nur ein empörter Aufschrei der Öffentlichkeit verhinderte in letzter Minuten den Auftritt dieser selbsternannten Propheten des Todes.

Es reicht nicht, mit dem Finger nach Belgien zu zeigen, wo im Brüsseler Stadtteil Molenbeek eine fundamentalistisch-militante Szene jahrelang ungestört von den Behörden ihr Unwesen treiben konnte. Nein, radikale Islamisten rekrutieren auch im Ruhrgebiet ihre Anhänger, waschen die Gehirne junger Männer, werben für den blutigen Kampf gegen alle Ungläubigen - sei es im fernen Syrien oder im Revier.

Die Massenmorde von Paris und Brüssel führen uns noch einmal vor Augen, dass die potenziellen Mörder längst unter uns leben. Es ist nicht hinzunehmen, dass einige von ihnen ihr Unwesen auch noch unter dem Deckmäntelchen der Religionsfreiheit treiben. Die Behörden müssen den Druck auf diese Radikalen weiter erhöhen, müssen die Brutstätten des Terrors in Hinterhofmoscheen ausschalten, müssen die Drahtzieher der Szene mit allen rechtsstaatlichen Mitteln verfolgen und aburteilen.

Islamismus ist - wie Nationalsozialismus - eine menschenverachtende Ideologie. Eine freie Gesellschaft muss klarmachen, dass sie für ihre Werte kämpft. Liberalismus heißt eben nicht "laufen lassen".



Quelle: ots/Westdeutsche Allgemeine Zeitung


197 Wörter im Bericht.

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