INHALTS CHRONOLOGIE

Artikel nach Datum gefiltert: Februar 2018 - Zeitfokus

Führende Mitarbeiter des Möbelkonzerns Steinhoff könnten wesentlich länger Bilanzen manipuliert haben als bislang bekannt. Im vergangenen Dezember wurde das Unternehmen von einer mutmaßlichen Bilanz-Fälschung erschüttert, der Aktienkurs brach ein.

Der Mobile World Congress in Barcelona wirft einmal mehr ein Schlaglicht auf den Stellenwert mobiler Technologien und Entwicklungen, die sich bei den Verbrauchern in der Hauptsache auf das Smartphone konzentrieren. Wie die aktuelle Deloitte-Studie "Im Smartphone-Rausch: deutsche Mobilfunknutzer im Profil" zeigt, hat nicht nur so gut wie jeder Bürger einen der digitalen Allrounder in der Tasche, sondern nutzt ihn auch rund um die Uhr. Sprachtelefonie ist dabei auf dem Rückzug, dominiert wird die Kommunikation von Messaging-Diensten und E-Mails.

Osnabrück (ots) - Linken-Chef Bernd Riexinger hat der Bundesregierung vorgeworfen, Menschenrechtsverletzungen nicht entschieden zu bekämpfen. "Wenn es wirtschafts- und geopolitischen Interessen dient, werden auch jene Länder hofiert und mit Waffen beliefert, die die Menschenrechte systematisch mit Füßen treten", sagte Riexinger der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag). Er forderte die Regierung auf, im Falle eindeutiger Verstöße wie zum Beispiel in Saudi-Arabien nicht nur "klare Worte zu finden", sondern auch umgehend einen Waffenexport-Stopp zu verhängen. Mit Blick auf den aktuellen Jahresbericht der Menschenrechtsorganisation "Amnesty International" sagte Riexinger außerdem, dass Ungarn und Polen als Negativbeispiele in der Europäischen Union genannt wurden, stelle der ganzen EU und auch Deutschland als einflussreichstem Mitgliedsstaat ein Armutszeugnis aus. Die Stigmatisierung von Regierungskritikern in Polen und Ungarn zeige, welche Gefahren von Rechtspopulismus und Faschismus ausgingen.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung


Osnabrück (ots) - Der Historiker und Journalist Guido Knopp sieht Angela Merkel nicht in einer Reihe mit den historisch großen Kanzlern Konrad Adenauer, Willy Brandt und Helmut Kohl. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) sagte Knopp: "Sie hat das Ganze nicht ermessen können. Denn die Grenzöffnung ist ja entgegen den Bestrebungen und Absichten aller anderen europäischen Regierungen entstanden. Wir versuchen, das Ganze nun zu kanalisieren, möglichst in Übereinstimmung mit den europäischen Partnern. Aber die sind untereinander selbst zerstritten und uneinig." Mit Blick auf die unterschiedlichen Positionen innerhalb der EU betonte Knopp: "Ich sage: Das wird sehr schwierig, auch weil es darum geht, ob Europa zusammenbleibt oder zerfällt. Da Angela Merkel, glaube ich, es nicht schafft, Europa zusammenzuhalten, ist sie für mich bis dato auch keine große Kanzlerin." Im Unterschied dazu habe Helmut Kohl seinerzeit ein äußerst knappes Zeitfenster für die deutsche Wiedervereinigung als seine historisch große Chance genutzt.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung


EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat den Bürgern der Europäischen Union angesichts der Risiken der Digitalisierung Blauäugigkeit vorgeworfen. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) warnte die Dänin insbesondere vor einer übergroßen Freigiebigkeit mit persönlichen Informationen.

Hagen (ots) - Der erste Reflex ist: Zustimmung, Applaus! Über vier Milliarden Euro setzt die Deutsche Fußball-Liga als Dachverband der Fußball-Bundesligisten um. Als Interessenvertretung jener Vereine, die in der Spitze Jahresgehälter oder Ablösesummen zahlen, für welche Otto Normalverbraucher jahrzehntelang buckeln muss oder in deren Genuss er nie kommt. Wenn sich diese DFL also an den Kosten für Polizeieinsätze rund um Hochrisikospiele ihrer Klubs beteiligen muss, bitte schön! Allerdings ist das zu kurz gedacht. Zum einen laden weder die DFL noch die Vereine die Gewalttäter und Störenfriede ein, wegen derer die Polizei in erhöhter Kräftezahl für Ordnung sorgen muss. Sie bieten den Krawallbrüdern höchstens eine Plattform. Wenn das der Grund für eine Beteiligung an Polizeikosten ist, dann stehen Volksfeste wie die Allerheiligenkirmes in Soest oder zahlreiche Schützenfeste in Südwestfalen vor einer finanziell unsicheren Zukunft. Oder wer entscheidet, wer wann was bezahlen muss? Die an der Besucherzahl von 5000 orientierte Bemessungsgrenze in Bremen, ab welcher Polizeieinsätze mitfinanziert werden müssen, erscheint willkürlich gewählt. Zum anderen ist die Gewährleistung von Sicherheit eine Kernaufgabe des Staates. Dieser muss unabhängig sein und darf nicht im Geringsten im Verdacht stehen, auf Weisung eines Millionen-Einzahlers eventuell gegen diese oder jene unliebsame Fangruppe vorzugehen. Nach dem Motto: Wer das Orchester bezahlt, bestimmt die Musik. Außerdem: Jeder Bundesligist zahlt Steuern, welche Polizeiarbeit finanzieren - und im Fall der Erstligisten nicht zu wenig.



Quelle: ots/Westfalenpost


Mainz (ots) - Berichte, wie sie Amnesty International zur verheerenden Lage der Menschenrechte veröffentlicht, gehen in der täglichen Nachrichtenflut allzu oft unter. Sie klingen abstrakt. Eine Meldung über zwei oder drei Tote bei einem Verkehrsunfall in der Region liegt uns da viel näher. Daran ist nichts Verwerfliches, örtliche Nähe führt zu emotionaler Nähe. Allerdings darf es keinen Wettbewerb des Grauens zwischen nahen Toten und fernen Toten geben. Deshalb ist es wichtig, sich zumindest ab und an vor Augen zu führen: 3000 ertrunkene Flüchtlinge sind etwas sehr Reales und Nahes. Scheinbar ferne Katastrophen geschehen nicht selten auch unweit von Orten, an denen wir Urlaub machen. Ein eindrucksvolles Beispiel ist nicht zuletzt Myanmar. 650.000 Menschen, die zur Ethnie der Rohingya zählen, wurden dort vertrieben. Sehr viele Deutsche haben von "Rohingya" sicher noch nie gehört. Aber 650.000, das sind zehn große Fußballstadien voller Menschen - die vertrieben wurden. Ein schlimmer Konflikt besteht auch darin, dass die freiheitlich orientierten Teile der Welt mit manchen, die von Amnesty zu Recht schlimmster Rechtsverletzungen beschuldigt werden, nicht Knall auf Fall brechen können. Allen voran Trump und Erdogan zählen dazu. Durchaus auch die Machthaber Ungarns und Polens, Orban und Kaczynski. Aber Rückgrat ist da genauso unerlässlich wie langer Atem und Diplomatie.



Quelle: ots/Allgemeine Zeitung Mainz


Osnabrück (ots) - Angesichts des schlechten Zustands der Bundeswehr fordert der sicherheitspolitische Sprecher der Linksfraktion Matthias Höhn das Ende aller Auslandseinsätze. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) sagte Höhn: Der Verteidigungshaushalt sei seit 2014 um gut 20 Prozent auf fast 40 Milliarden Euro gestiegen. "Deshalb fühlt sich in Deutschland aber niemand sicherer und auch die Situation der Bundeswehr ist dadurch nicht besser geworden." Ihr Zustand sei unter Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) desolat.

Der Linken-Politiker sprach sich dafür aus, die Auslandseinsätze zu beenden. "Die Bundeswehr muss sich wieder auf ihren im Grundgesetz verankerten Auftrag besinnen: die Landesverteidigung", sagte Höhn. Derzeit ist die Bundeswehr in 13 Auslandseinsätzen aktiv, darunter seit 17 Jahren in Afghanistan. "Afghanistan steht exemplarisch für das Scheitern von Auslandseinsätzen der Bundeswehr", sagte Höhn.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung


Berlin (ots) - Am Samstag steigt wieder das Nordderby: Werder Bremen hat dann den Hamburger SV zu Gast. Beide Klubs kämpfen diese Saison gegen den Abstieg. Im Weserstadion wird es hoch hergehen - Schmähgesänge und Pöbeleien in Bremens Ostkurve Richtung HSV-Anhänger inklusive. Gut möglich, dass die Fans der Verliererseite anschließend die dritte Halbzeit anpfeifen, sprich: auf die Gegner losgehen. Laut einem Urteil des Bremer Oberverwaltungsgerichts müssten sich die Vereine an den dann notwendigen Polizeieinsätzen beteiligen. Für das Bundesland Bremen, das einen Schuldenberg von mehr als 25 Milliarden Euro angehäuft hat, wäre das eine finanzielle Entlastung. Marode Jugendeinrichtungen, Sportplätze oder Schwimmbäder könnten das Geld gut gebrauchen. Die Profivereine in den höchsten Spielklassen sind nichts anderes als Wirtschaftsunternehmen. Sie bezahlen ihr Personal zum Teil besser als mancher DAX-Konzern seine Spitzenmanager, setzen hunderte Millionen im Jahr um und investieren in Spielerbeine nicht selten geschickter als ein angloamerikanisches Unternehmen auf dem Berliner Wohnungsmarkt. Mittlerweile bestimmen milliardenschwere Konzerne die Geschicke der Vereine. Zum Spaß haben sich Red Bull und Konsorten dort nicht eingekauft: Geld verdienen, darum geht es ihnen. Genau deshalb ist es nur folgerichtig, wenn den Klubs die Rechnung für die Randale präsentiert wird - und nicht der Steuerzahler dafür herhalten muss.



Quelle: ots/neues deutschland


Berlin (ots) - Der FDP-Bundestagsabgeordnete Wieland Schinnenburg hat vor der Bundestagsdebatte am Donnerstag zur Abgabe von Cannabis die anderen Fraktionen dazu aufgerufen, den Antrag seiner Fraktion zu unterstützen, nach dem Modellprojekte eingeführt werden sollen. "Das ist auch ein Angebot an die anderen Fraktionen, dass wir neue Erkenntnisse zu dem Thema gewinnen. Aus meiner Sicht gibt es kein Argument, das dagegen sprechen würde", sagte Schinnenburg der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Donnerstagausgabe). Ungefähr vier Millionen Menschen in Deutschland würden Cannabis mehr oder weniger regelmäßig konsumieren. "An dieser großen Zahl erkennt man, dass die Strafverfolgung zwar gut gemeint war, um die Ausbreitung des Drogenkonsums zu stoppen, aber nicht zu vernünftigen Ergebnissen geführt hat", erklärte Schinnenburg.



Quelle: ots/neues deutschland


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