Allgemeine Zeitung Mainz: Versprechen - Kommentar von Christian Matz zu den Grünen

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Allgemeine Zeitung Mainz: Versprechen - Kommentar von Christian Matz zu den Grünen

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Mainz (ots) - Der Vater des grünen Höhenflugs hat einen Namen: Christian Lindner. Hätte der FDP-Chef die Jamaika-Koalition nicht gestoppt, dann säßen die Grünen jetzt in der Bundesregierung. Und müssten sich herumschlagen mit, zum Beispiel: dem Ausbau der Windenergie und den dafür nötigen Stromtrassen, die sie gegen Widerstand in der Bevölkerung durchsetzen müssten; einer Kerosinsteuer gegen unnötige Flugreisen, die sie gegen Widerstände in mindestens der Rest-EU durchsetzen müsssten; dem Ausbau der E-Mobilität, für die sie erst einmal ein funktionierendes E-Tankstellennetz aufbauen müssten; maroden Straßen und Brücken, über die zwar sehr viel mehr Autos und Lkws fahren als Fahrräder, die sie aber trotzdem sanieren müssten. So aber, der FDP sei Dank, sind die Grünen in der Opposition. Und bislang nicht viel mehr als ein großes Versprechen, dass mit ihnen alles gut würde in Sachen Klimaschutz. Ein Thema, das die anderen Parteien lange unterschätzt haben, und bei dem die Wähler nun lieber zum Original greifen. Wo die Grünen tatsächlich regieren, zeigt sich, dass sie im Zweifel lieber praktisch denn ideologisch denken, etwa beim Flughafenausbau in Frankfurt. Zu viele Kompromisse aber produzieren Enttäuschungen bei Anhängern. Und wo sie erst noch regieren wollen, wie in Bremen, brauchen sie auch mal Hilfe von den Linken. Grün-Rot-Rot, ein Modell für den Bund? Für die nächste Wahl ist das noch nicht vorstellbar. Bleibt die Option auf eine moderne GroKo - dann zwischen Union und Grünen - oder eben doch, endlich, Jamaika. So oder so wird man dann sehen, was von den Grünen in der Regierung tatsächlich noch übrig bleibt.



Quelle: ots/Allgemeine Zeitung Mainz


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