Samstag, 26 Sep 2020
Es ist skurril, dass das Land in einer Situation, in der wir auf ein Infektionsgeschehen wie im März zusteuern, Schulen und Kitas öffnet.
Foto: Piqsels CC0

Die Teststrategie sollte hinterfragt werden

Berlin (ots) - Für einen Krankenhauskonzern ist es eine schlechte Zeit, um ohne Führung zu sein. Die Ausstiege der Vivantes-Geschäftsführerin Andrea Grebe und der Aufsichtsratschefin Vera Gäde-Butzlaff kommen zur Unzeit. Grebe hatte sich mit einer Landespolitik überworfen, die verlangte, nicht länger Mitarbeiter in Billiglohn-Töchter auszulagern. Für eine linke Regierung ist es ein nachvollziehbarer Wunsch, "gute Arbeit" im eigenen Einflussbereich zu sichern. Aber man kann nicht alles haben. Eine Geschäftsführung auf schwarze Zahlen zu verpflichten, ihr gleichzeitig Erlösoptionen zu entziehen und ihr zusätzliche Kosten aufzubürden, kann nicht funktionieren. Jetzt muss der Senat schnell für eine kompetente Nachfolge sorgen. Eine solche Vakanz an der Vivantes-Spitze kann sich die Stadt nicht leisten.



Quelle: ots/Berliner Morgenpost


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