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Sonntag, 31 Mai 2020
Auch Privataktionäre werden sich überlegen müssen, ob sie ihr Investment umschichten.
Foto: dmkoch / CC0 (via Pixabay)

Eine Frage der Bewertung

Frankfurt (ots) - Es gibt hierzulande jede Menge Probleme mit Müll und Mikroplastik - die Tüten gehören allerdings nicht zu den Hauptverursachern. Der Gesetzentwurf von Umweltministerin Svenja Schulze ist eine reine Ablenkungsstrategie. Der Verbrauch von Plastiktüten ist in Deutschland seit 2015 um zwei Drittel zurückgegangen. In der Umwelt landet hierzulande kaum eine davon - das ist ein Unterschied zu anderen Weltgegenden, in denen die Tüten wirklich ein Problem darstellen. Drei Viertel des Plastikeintrags im Meer stammt aus Mikroplastik, dort steht an der Spitze der Verursacher der Reifenabrieb. Wozu also brauchen wir ein Plastiktütenverbot? Aus einem Grund: Aktionismus. Die Bundesregierung hat keine Strategie gegen den steigenden Verpackungsmüll, kein Mehrwegkonzept, keine Ahnung, wie die Recyclingquote der Folien, Schachteln und Becher aus den gelben Säcken und Tonnen erhöht werden kann. Mit dem wohlfeilen Kampf gegen die Tüte, so hoffen Bundesregierung und Umweltministerin, vergessen das viele.



Quelle: ots/Frankfurter Rundschau


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