Samstag, 26 Sep 2020
"Was wir nicht wirklich brauchen, ist ein Schwelgen in rot-grüner Nostalgie", sagte Althusmann
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

Vize-Ministerpräsident Althusmann kritisiert Regierungschef Weil für Koalitionsaussage

Halle (ots) - Nur wenige Unternehmen in Sachsen-Anhalt haben bisher Corona-Finanzhilfen für Juni bis August beantragt. Nach Angaben des Landeswirtschaftsministeriums stellten bis zum 24. August 473 Firmen und Soloselbstständige einen Antrag auf Überbrückungshilfe. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Wochenendausgabe). 165 der Anträge wurden bislang bewilligt und insgesamt 3,2 Millionen Euro ausgezahlt. 18 Anträge wurden abgelehnt oder zurückgezogen. Laut Wirtschaftsministerium kamen die meisten Anfragen von Gaststätten, Reisebüros und Discos. Das Geld zahlt der Bund, die Länder verteilen es. Zum Vergleich: Für die Soforthilfe für März bis Mai waren laut Ministerium 78 Mal so viele Anträge bewilligt worden - bei knapp 37.000 Anfragen wurden rund 288 Millionen Euro ausgezahlt. Beide Hilfsprogramme erstatten Betriebskosten von Unternehmen, die durch die Corona-Krise Einbußen erlitten haben. Die geringe Nachfrage nach Hilfen spreche für eine Erholung der Wirtschaft, teilte das Wirtschaftsministerium in Magdeburg der MZ mit. "Die Lockerungspolitik dürfte den Unternehmen wieder Auftrieb verliehen haben", sagte Sprecher Matthias Stoffregen. Das Ministerium sieht jedoch noch einen weiteren Grund: Der Bund habe "recht hohe Hürden" für die Antragssteller gesetzt, um Missbrauch vorzubeugen. Für viele Firmen sei der Aufwand daher im Verhältnis zur gezahlten Summe zu groß, sagte Jan Pasemann, Sprecher der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände in Sachsen-Anhalt. Die relativ geringe Zahl an Anträgen zeige daher nicht, dass die Wirtschaftskrise bereits überwunden sei. "Die Hilfen sind richtig, aber das darf nicht das Ende der Fahnenstange sein", sagte Pasemann.



Quelle: ots/Mitteldeutsche Zeitung
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