Mitteldeutsche Zeitung: zu Mordfall Lübcke

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Mitteldeutsche Zeitung: zu Mordfall Lübcke

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Halle (ots) - Der Fall Walter Lübcke wirft ein Schlaglicht auf die Kommunal- und Lokalpolitiker; auf die Herausforderungen und eben auch auf die Gefahren, denen sie vor Ort ausgesetzt sind. Bürgernähe ist Voraussetzung für gute Politik. In einem zunehmend aufgeheizten gesellschaftlichen Klima aber macht das Politiker verwundbar. Die Mandatsträger vor Ort dienen oft als Sündenböcke für das, was "die da in Berlin" beschließen. Sie stehen aber nicht unter ständigem Polizeischutz. Nur knapp entging Henriette Reker 2015 kurz vor ihrer Wahl zur Kölner Oberbürgermeisterin dem Tod durch das Messer eines Rechtsradikalen. Zwei Jahre später überlebte Andreas Hollstein, Bürgermeister von Altena, den Angriff eines Rassisten. Nicht nur, aber vor allem im Osten Deutschlands ziehen sich Bürgermeister zurück, weil sie von rechts bedrängt werden. Die Ermordung Lübckes dürfte es noch schwerer machen, Menschen für kommunalpolitische Aufgaben zu gewinnen. Auf sie aber ist die Demokratie angewiesen. Und sie haben Solidarität nötig.



Quelle: ots/Mitteldeutsche Zeitung


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