Weihnachtsgeld - Wo bleibt die Wertschätzung?

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Weihnachtsgeld - Wo bleibt die Wertschätzung?

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Bielefeld (ots) - Klar, viele Arbeitgeber erhoffen sich, ohne einen Tarifvertrag und die darin getroffenen Vereinbarungen zu Urlaub, Gehalt oder eben Weihnachtsgeld, die Ausgaben zu senken und Kosten zu sparen. Das ist aus wirtschaftlicher Sicht verständlich. Gerade, wenn die wirtschaftliche Situation innerhalb eines Unternehmens kritisch ist und "jeder Cent zählt". Es erklärt aber auch, wieso Experten von einer regelrechten Tarifflucht sprechen. Denn die Zahlen der tarifgebundenen Unternehmen sind zwischen 2000 und 2017 allein in NRW von 56 auf 35 Prozent gesunken. Das ist das Ergebnis des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Bundesweit sind es sogar nur 27 Prozent. Doch es bleibt die Frage; Wo bleibt die Menschlichkeit, wo die Wertschätzung? Na klar - einige Unternehmen zahlen auch ohne Tarifbindung den Beschäftigten ein Weihnachtsgeld zum Jahresende. Wie viele Betriebe betonen, geschehe das aus reiner Wertschätzung. Es ist also schon eine Form, bei den Beschäftigten Danke zu sagen. Gerade zum Fest sind die Extra-Euros auf dem Konto für manchen wichtig. Denn in dieser Zeit steht bei vielen die ein oder andere Ausgabe mehr an - immerhin zahlen die Deutschen im Schnitt pro Person mehrere Hundert Euro für die passenden Geschenke. Wertschätzung ist in einigen Umfragen ein wichtiger Indikator für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Und was macht einen Arbeitsplatz attraktiver, als eine solche Wertschätzung? Gerade in Zeiten, in denen ganze Branchen einen Fachkräftemangel regelrecht bejammern, sollte so viel wie möglich dafür getan werden, um für eben diese Attraktivität zu sorgen. Der Nachwuchs kommt nicht von selbst - man muss als Branche oder Unternehmen auch die nötigen Weichen stellen, um sich als Arbeitgeber überhaupt für qualifiziertes Personal zu empfehlen. Wie zum Beispiel die passenden Arbeitsbedingungen und Angebote. Und ja; gerne auch mit einer schönen Überraschung beim Blick auf das eigene Konto zu Weihnachten.



Quelle: ots/Neue Westfälische


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