Es ist das erklärte Ziel der Bundesregierung, für gleichwertige Lebensverhältnisse im Land zu sorgen.
Foto: Joeb07 / CC BY 3.0 (via Wikimedia Commons)

Die Finanzbasis droht zu bröckeln

Berlin (ots) - Peter Geitmann, Verdi-Sekretär für Seeschifffahrt, verlangt eine Lockerung der rigiden Beschränkungen, denen Seeleute aufgrund der Corona-Pandemie unterworfen sind. Im Gespräch mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Montagausgabe) sagte er, das strikte Landgangverbot für Crewmitglieder sei nicht gerechtfertigt. "Seeleute, die vier und mehr Wochen das Schiff nicht verlassen haben, können nicht ansteckend sein, wenn es keine Fieberfälle an Bord gegeben hat", betonte der Gewerkschafter. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ist Mitglied der Internationalen Transportarbeiterföderation ITF, die weltweit auch die Interessen von Seeleuten und Hafenarbeitern vertritt. Geitmann, der selbst 20 Jahre lang Seemann war, nannte die Situation der auf Ablösung wartenden Besatzungen "dramatisch". "Ich habe mit Seeleuten zu tun, die 14, 15 Monate auf dem Schiff sind", sagte er. Dies liege vor allem daran, dass der internationale Flugverkehr "nahezu paralysiert" sei: "Die Seeleute kommen nicht nach Hause oder nicht an die Häfen, wo ihr Schiff liegt. Hinzu kommt die Tatsache, dass einige Länder wirklich niemanden einreisen lassen." Die aktuelle Situation stelle eine extreme psychische Belastung für die Crews dar.

Quelle: ots/neues deutschland
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