NOZ: Nur jeder sechste arbeitslose Schwerbehinderte findet neuen Job

Typographie
  • kleiner klein Standard groß größer
  • Standard Helvetica Segoe Georgia Times

NOZ: Nur jeder sechste arbeitslose Schwerbehinderte findet neuen Job

.

Osnabrück (ots) - Trotz Rekordbeschäftigung finden sehr wenige Schwerbehinderte einen neuen Job. Nur 16,9 Prozent der Betroffenen, die im Jahr 2018 aus der Arbeitslosenstatistik abgingen, wurden regulär angestellt, das war rund jeder sechste Fall. Die anderen Schwerbehinderten fielen aus der Statistik, weil sie etwa als arbeitsunfähig eingestuft wurden, in einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme unterkamen oder in den Vorruhestand gingen. Das geht aus der Antwort der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf eine Anfrage der Links-Fraktion hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) vorliegt. Bei den nicht schwerbehinderten Arbeitslosen war demnach in immerhin mehr als in jedem viertem Fall (27,9 Prozent) ein regulärer Job Grund für die Beendigung der Arbeitslosigkeit. "Von einem inklusiven Arbeitsmarkt ist Deutschland weit entfernt", beklagte Linken-Sozialexpertin Sabine Zimmermann in der NOZ. Laut Gesetz müssen Unternehmen mit mindestens 20 Angestellten mindestens fünf Prozent ihrer Stellen mit Schwerbehinderten besetzen. Bei den privaten Arbeitgebern lag die Quote im Jahr 2017 jedoch nur bei 4,1 Prozent, wie aus der BA-Beschäftigungsstatistik hervorgeht. Die Strafabgabe für Firmen, die ihrer Pflicht nicht nachkommen, müsse "deutlich erhöht werden", verlangte Zimmermann. Die Arbeitgeber sehen das anders: "Der erfolgreichste und nachhaltigste Weg für mehr Inklusion ist der Austausch zwischen Unternehmen", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Durch konkrete Beispiele können wir am besten zeigen, dass die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen nicht Sozialromantik, sondern betriebswirtschaftlich sinnvoll ist." Viele Unternehmen würden die Unterstützungsangebote der vielen unterschiedlichen Institutionen aber nicht kennen, sagte der Arbeitgeberpräsident weiter. "Hier wollen wir gemeinsam mit der Initiative 'Einstellung zählt' noch besser aufklären."



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung


Presse Spiegel (Top 10/100)

  • Handwerkspräsident: Fürsorgepflicht der Betriebe bei extremer Hitze
    Neue Osnabrücker Zeitung
    25. Juli 2019 | 14:16:43

    Osnabrück (ots) - Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hält es für eine "pure Selbstverständlichkeit", dass Betriebe bei Hitze besonders fürsorglich handeln und ihren Mitarbeitern mehr Pausen...

  • Mehr Mut
    Frankfurter Rundschau
    18. Juli 2019 | 17:12:46

    Frankfurt (ots) - Wenn die Taxifahrt oder das Bahnticket zum nächsten Flughafen mehr kosten als der anschließende Flug nach Mallorca, dann stimmt etwas nicht. Der Vorschlag von Umweltministerin...

  • AKK und vdL müssen um Vertrauen werben
    Straubinger Tagblatt
    17. Juli 2019 | 17:17:34

    Straubing (ots) - Was Ursula von der Leyen und Annegret Kramp-Karrenbauer bevorsteht, ist weniger, Zweifel an ihrer Eignung für die neuen Ämter auszuräumen. Vielmehr geht es darum, das empfindliche...

  • SPD will Geringverdiener mit "Klimaprämie" entlasten
    Rheinische Post
    20. Juli 2019 | 00:00:38

    Düsseldorf (ots) - In der Debatte um eine CO2-Bepreisung hat die SPD eine pro Bürger ausgezahlte "Klimaprämie" gefordert. Davon sollen Menschen mit niedrigem CO2-Verbrauch profitieren, insbesondere...

  • Bayer-Aufsichtsrat Hoffmann rechnet bei Glyphosat-Klagen nicht mit schnellen Vergleichen
    Rheinische Post
    20. Juli 2019 | 07:00:38

    Düsseldorf (ots) - Reiner Hoffmann, Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds und Aufsichtsrat bei Bayer, rechnet nicht mit schnellen Vergleichen bei den Glyphosat-Klagen. "Bayer bleibt dabei, dass...

  • Länder können über Kohle-Milliarden weitgehend frei verfügen
    Rheinische Post
    18. Juli 2019 | 00:00:35

    Düsseldorf (ots) - Die Bundesregierung verlässt sich bei der Verwendung der insgesamt 40 Milliarden Euro an Strukturfördermitteln des Bundes für die Kohleregionen bis 2038 allein auf die betroffenen Länder....

  • Günther: Merkels Kritik an Trump macht Deutschland stark
    Rheinische Post
    20. Juli 2019 | 00:00:37

    Düsseldorf (ots) - Mit ihrer scharfen Kritik an US-Präsident Donald Trump stärkt Kanzlerin Angela Merkel nach Ansicht von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) Deutschlands...

  • Russlandbeauftragter Wiese sieht nach Selenskyj-Wahlsieg Chancen für Kriegsende in der Ost-Ukraine
    Saarbrücker Zeitung
    23. Juli 2019 | 03:00:15

    Saarbrücken (ots) - Nach Einschätzung des Russlandbeauftragten der Bundesregierung, Dirk Wiese (SPD), haben sich durch den klaren Wahlsieg des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj womöglich...

  • Tory-Politiker Kenneth Clarke: No-Deal-Brexit wird zunehmend wahrscheinlich
    Der Tagesspiegel
    20. Juli 2019 | 15:00:51

    Berlin (ots) - Der Alterspräsident des britischen Unterhauses, Kenneth Clarke, hat vor einem No-Deal-Brexit gewarnt. "Es wird zunehmend wahrscheinlich, dass Großbritannien tatsächlich am 31. Oktober die EU...

  • Neuer BMW-Chef unter Druck
    Straubinger Tagblatt
    19. Juli 2019 | 17:03:34

    Straubing (ots) - BMW ist alles andere als ein Sanierungsfall und doch sind die Eigentümer nervös. Das ist ein wenig so, wie wenn ein Einser-Schüler plötzlich eine Zwei plus mit nach Hause bringt....

NewsFeeds extern


Ärzte ohne Grenzen

Reporter ohne Grenzen

Lobby Control

Amnesty International