Donnerstag, 09 Jul 2020
Das einzige, was Remdesivir bisher gezeigt hat, ist, dass es die Krankheitsdauer um vier Tage verkürzt.
Foto: Dimitri Karastelev

Warnung vor Remdesivir-Zulassung als Corona-Medikament

Düsseldorf (ots) - Volkswagen hat es im Dieselskandal jetzt erstmals richtig erwischt. Der Bundesgerichtshof spricht einem VW-Kunden aus Rheinland-Pfalz und damit tausenden Klägern Schadenersatz zu. Der Konzern hatte immer dreist und unbeeindruckt von gegenteiligen Urteilen unterer Instanzen behauptet, dass den Besitzern mit Schummelmotor doch gar kein Schaden entstanden sei, weil die Autos ja funktionsfähig waren. Die Bundesrichter folgten dieser Argumentation aber nicht. Für Volkswagen bedeutet das eine herbe Niederlage in einer der zentralen Streitfragen der vergangenen vier Jahre und möglicherweise hohe Folgekosten. Für das Image des Konzerns ist das Gift, er steht jetzt von höchstrichterlicher Stelle bestätigt als Betrügerfirma da. Und die Kläger dürfen sich freuen, auch wenn sie nicht den vollen Kaufpreis erstattet bekommen, die Nutzung des Fahrzeugs als Wertverlust von der Entschädigungssumme abziehen und das Auto abgeben müssen.

Ungeachtet dieser bitteren Schlappe vor höchster Instanz ist es Volkswagen über Jahre gelungen, den Schaden in Deutschland einigermaßen gering zu halten. Mit ihrer unnachgiebigen Taktik, die keinesfalls von Aufklärungswillen und Kulanz gegenüber getäuschten Kunden geprägt war, haben die VW-Anwälte an vielen Fronten Gerichtsprozesse in die Länge gezogen, immer wieder Urteile verhindert und aus ihrer Sicht günstige Vergleiche angeboten. Das Unternehmen hat jetzt eine allerletzte Chance, auf die Kläger der rund 60.000 noch offenen Verfahren mit einem großzügigen Angebot zuzugehen. Volkswagens beschämendes Schauspiel der vergangenen Jahre lässt aber leider vermuten, dass es diesbezüglich bei vollmundigen Beteuerungen des Konzerns bleiben wird und betrogene Kunden weiter für ihre Rechte kämpfen müssen.

Quelle: ots/Rheinische Post
Back To Top