#zeitfokus.

Sonntag, 31 Mai 2020
Der US-Präsident ist Ausdruck einer extrem gespaltenen Gesellschaft.
Foto: The White House / Public Domain (via Flickr)

USA befinden sich im "Kalten Bürgerkrieg"

Bielefeld (ots) - Die Zahlen alarmieren: 54.000 Fälle von möglicher Kindeswohlgefährdung haben die Jugendämter im vergangenen Jahr bearbeitet, zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor. Doch so paradox es erscheinen mag: Über diesen Anstieg muss man sich sogar freuen. Denn er zeigt, dass die Sensibilität gestiegen ist. Schulen und Kindergärten schauen heute genauer hin als noch vor wenigen Jahren. Das ist lobenswert, aber noch nicht ausreichend. Dabei fehlt es nicht einmal an gutem Willen, sondern oftmals an der notwendigen Ausbildung. Körperliche Gewalt gegen Kinder hinterlässt sichtbare Spuren, sexualisierte Gewalt nicht unbedingt. Noch schwerer zu erkennen ist eine Vernachlässigung, die keine körperlichen Wunden, aber tiefe Narben auf Kinderseelen hinterlässt. Es muss also noch viel mehr getan werden: für Familien, die mit der Erziehung überfordert sind, für Erzieherinnen und Lehrer, die mehr Schulungen benötigen, und nicht zuletzt für die Kinder, die mehr Therapiemöglichkeiten benötigen. Mit der in NRW angekündigten Aufstockung der Jugendämter allein ist es nicht getan.



Quelle: ots/Westfalen-Blatt


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