#zeitfokus.

Samstag, 04 Apr 2020
Foto: annawaldl / CC0 (via Pixabay)
 1-2 Minuten Lesezeit  264 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr
Immer weniger Langzeitarbeitslose finden regulären Job. Trotz Rekordbeschäftigung finden immer weniger Langzeitarbeitslose einen regulären Job. Im vergangenen Jahr fielen 145.420 Menschen durch eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt aus der Langzeitarbeitslosigkeits-Statistik. Das waren 15.000 weniger als ein Jahr zuvor, 30.000 weniger als 2016 und 40.000 weniger als 2015. Das geht aus einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt. Zwar ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen insgesamt von knapp 1.040.000 im Jahr 2015 auf 813.400 im Jahr 2018 gesunken. Zugleich ist aber auch der Anteil derjenigen kleiner geworden, die wegen eines regulären Jobs aus der Statistik gestrichen wurden: 2015 waren es 13,2 Prozent, 2016 und 2017 jeweils gut 12 Prozent und im vergangenen Jahr nur noch 11,7 Prozent, wie aus der Antwort der Bundesagentur hervorgeht. Der überwiegende Teil derjenigen, die mehr als ein Jahr erwerbslos waren, wurde wegen Arbeitsunfähigkeit (450.000) oder der Teilnahme an Weiterbildungen oder anderen Maßnahmen (270.000) nicht länger als arbeitslos geführt. Bei gut 50.000 Betroffenen griffen Sonderregelungen, knapp 40.000 schieden ganz aus dem Erwerbsleben aus. Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Links-Fraktion, forderte die Bundesregierung auf, "endlich die Realität zur Kenntnis zu nehmen und deutlich mehr für die vielen langzeiterwerbslosen Menschen zu tun". Notwendig sei "eine "Kehrtwende in der Arbeitsmarktpolitik" mit "ausreichend Geld zur Unterstützung", sagte sie der "NOZ". Zimmermann nahm auch die Arbeitgeber in die Pflicht: Anstatt sich über einen "vermeintlichen" Fachkräftemangel zu beklagen, sollten diese "stärker als bislang die Einstellung von langzeiterwerbslosen Menschen in Erwägung ziehen". Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung

Trotz Rekordbeschäftigung finden immer weniger Langzeitarbeitslose einen regulären Job. Im vergangenen Jahr fielen 145.420 Menschen durch eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt aus der Langzeitarbeitslosigkeits-Statistik. Das waren 15.000 weniger als ein Jahr zuvor, 30.000 weniger als 2016 und 40.000 weniger als 2015. Das geht aus einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt.

empty alt
Foto: Dimitris Vetsikas / CC0 (via Pixabay)

Linke drängen auf Vier-Tage-Woche

Zwar ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen insgesamt von knapp 1.040.000 im Jahr 2015 auf 813.400 im Jahr 2018 gesunken. Zugleich ist aber auch der Anteil derjenigen kleiner geworden, die wegen eines regulären Jobs aus der Statistik gestrichen wurden: 2015 waren es 13,2 Prozent, 2016 und 2017 jeweils gut 12 Prozent und im vergangenen Jahr nur noch 11,7 Prozent, wie aus der Antwort der Bundesagentur hervorgeht.

Der überwiegende Teil derjenigen, die mehr als ein Jahr erwerbslos waren, wurde wegen Arbeitsunfähigkeit (450.000) oder der Teilnahme an Weiterbildungen oder anderen Maßnahmen (270.000) nicht länger als arbeitslos geführt. Bei gut 50.000 Betroffenen griffen Sonderregelungen, knapp 40.000 schieden ganz aus dem Erwerbsleben aus.

Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Links-Fraktion, forderte die Bundesregierung auf, "endlich die Realität zur Kenntnis zu nehmen und deutlich mehr für die vielen langzeiterwerbslosen Menschen zu tun". Notwendig sei "eine "Kehrtwende in der Arbeitsmarktpolitik" mit "ausreichend Geld zur Unterstützung", sagte sie der "NOZ". Zimmermann nahm auch die Arbeitgeber in die Pflicht: Anstatt sich über einen "vermeintlichen" Fachkräftemangel zu beklagen, sollten diese "stärker als bislang die Einstellung von langzeiterwerbslosen Menschen in Erwägung ziehen".



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
#mehrGesellschaft
Politisches Handeln, das sich - auch wenn das Ziel hehr ist - als "alternativlos" darstellt, ist undemokratisch.
Foto: Наркологическая Клиника

Der erste und der zweite Blick

Auf den ersten Blick ist die Entscheidung sehr einfach. Die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger, ihre körperliche Unversehrtheit steht an erster Stelle. Die Würde des Menschen ist unantastbar -...
Jede Maske schützt! Und je häufiger gelüftet wird, umso effektiver kann sie schützen.
Foto: Christo Anestev

Selbst genähte Schutzmasken bieten "hohen Schutz" vor Corona-Ansteckung

Im Gegensatz zum Robert-Koch-Institut raten Deutschlands führende Hygieniker zum Tragen eines einfachen Mund-Nase-Schutzes (MNS), weil dieser effektiv vor einer Corona-Ansteckung schütze: "Wer...
empty alt
Foto: Philippe Leone

Pflichten und Chancen in dieser gewaltigen Krise

Langsam setzt es sich. Kommt es in den Köpfen an. Alle lernen. Täglich, stündlich, minütlich. Die Politik, die Bürger, die Virologen, andere Fachleute. Neue Erkenntnisse bedingen neue Anforderungen...
Corona hat die Wirtschaft hart getroffen.
Foto: Gautam Arora

Leben nicht gegen Geld aufwiegen

Die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus sind vorübergehend verhängt worden. Wie lange sie tatsächlich dauern müssen, weiß niemand. Brauchen wir also eine Exit-Strategie? Ja, selbstverständlich. Es ist aber nicht...
Die Entlohnung in den systemrelevanten sozialen Berufen, auf die es gerade in der Krise besonders ankommt, ist zu niedrig.
Foto: Luis Melendez

Lohnungerechtigkeit: Systemrelevant, aber weniger wert

Im Moment geht es gar nicht anders, als mit der Corona-Brille auf politische und gesellschaftliche Themen zu blicken. Die Pandemie und ihre Folgen und Herausforderungen rücken alles andere in den...
Unruhe der Eltern überträgt sich auf Kinder.
Foto: Jordan Whitt

Kinder vor Corona-Panik schützen

Deutschlands Kinderärzte und Kinderpsychotherapeuten haben an Eltern appelliert, ihre Kinder vor Corona-Angst zu schützen. "Die Masken-Menschen in Bussen, Bahnen oder im Fernsehen sind komisch,...
Die Gütersloher Denkfabrik hatte im vergangenen Juli die Empfehlung zu einer Halbierung der Klinikanzahl herausgegeben.
Foto: fernando zhiminaicela / CC0 (via Pixabay)

Halbierung der Klinikanzahl: Bertelsmann-Stiftung verteidigt umstrittene Studie

Trotz des grassierenden Coronavirus hat die Bertelsmann-Stiftung ihre Studie zu einer weitgehenden Verringerung der Anzahl deutscher Krankenhäuser verteidigt. In einem Gespräch mit der in Bielefeld...
Back To Top