#zeitfokus.

Samstag, 04 Apr 2020
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Leiharbeiter verdienen drastisch weniger als regulär Beschäftigte. Anderthalb Wochen vor dem Start der Tarifverhandlungen für die mehr als 700.000 Leiharbeitskräfte in Deutschland belegen neue Zahlen die geringe Entlohnung in dem Sektor. Regulär Vollzeitbeschäftigte verdienten 2018 im Schnitt 3.304 Euro brutto pro Monat. Bei den Leiharbeitern lag der Verdienst im Mittel bei 1.928 Euro, das waren 1.376 Euro weniger. Das geht aus einer Antwort des Arbeits- und Sozialministeriums auf eine AfD-Anfrage hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) vorliegt. Die Gehaltsunterschiede ziehen sich durch alle Qualifizierungsgruppen. Bei den Helfern waren es der Antwort zufolge im Mittel 2259 Euro für regulär Beschäftigte und 1619 Euro für Leiharbeiter, also eine Differenz von 640 Euro. Bei den Fachkräften lag das Verhältnis bei 3052 Euro zu 2306 Euro, bei den Spezialisten bei 4321 Euro zu 3759 Euro und bei den Experten bei 5425 zu 4510 Euro. "Die riesige Gehaltskluft zwischen regulär Beschäftigen und Leiharbeitern ist durch nichts zu rechtfertigen", sagte der AfD-Abgeordnete René Springer im Gespräch mit der NOZ. "Leiharbeit bedeutet für Unternehmer ein hohes Maß an Flexibilität. Dass Leiharbeiter diese Flexibilität auch noch mit Lohneinbußen bezahlen, ist weder sozial noch gerecht. Ich sehe die Bundesregierung in der Pflicht, hier endlich nachzubessern." Die Tarifverhandlungen für den Leih-Sektor starten am 17. September. Der Deutsche Gewerkschaftsbund geht mit einer Forderung nach 8,5 Prozent mehr Gehalt in die Runde, wie der DGB am Donnerstag mitteilte. Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung

Anderthalb Wochen vor dem Start der Tarifverhandlungen für die mehr als 700.000 Leiharbeitskräfte in Deutschland belegen neue Zahlen die geringe Entlohnung in dem Sektor. Regulär Vollzeitbeschäftigte verdienten 2018 im Schnitt 3.304 Euro brutto pro Monat. Bei den Leiharbeitern lag der Verdienst im Mittel bei 1.928 Euro, das waren 1.376 Euro weniger. Das geht aus einer Antwort des Arbeits- und Sozialministeriums auf eine AfD-Anfrage hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) vorliegt.

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Foto: Jami Dwyer / Gemeinfrei (via Wikimedia Commons)

Ohne Verzicht geht es nicht

Die Gehaltsunterschiede ziehen sich durch alle Qualifizierungsgruppen. Bei den Helfern waren es der Antwort zufolge im Mittel 2259 Euro für regulär Beschäftigte und 1619 Euro für Leiharbeiter, also eine Differenz von 640 Euro. Bei den Fachkräften lag das Verhältnis bei 3052 Euro zu 2306 Euro, bei den Spezialisten bei 4321 Euro zu 3759 Euro und bei den Experten bei 5425 zu 4510 Euro.

"Die riesige Gehaltskluft zwischen regulär Beschäftigen und Leiharbeitern ist durch nichts zu rechtfertigen", sagte der AfD-Abgeordnete René Springer im Gespräch mit der NOZ. "Leiharbeit bedeutet für Unternehmer ein hohes Maß an Flexibilität. Dass Leiharbeiter diese Flexibilität auch noch mit Lohneinbußen bezahlen, ist weder sozial noch gerecht. Ich sehe die Bundesregierung in der Pflicht, hier endlich nachzubessern."

Die Tarifverhandlungen für den Leih-Sektor starten am 17. September. Der Deutsche Gewerkschaftsbund geht mit einer Forderung nach 8,5 Prozent mehr Gehalt in die Runde, wie der DGB am Donnerstag mitteilte.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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