#zeitfokus.

Foto: Wilfried Pohnke / CC0 (via Pixabay)
 1-2 Minuten Lesezeit  366 Worte im Text  vor 167 Tagen
Rente: Forderung der Bundesbank ist richtig. Ein höheres Renteneintrittsalter kürzt die Rente nicht. Im Gegenteil: Wer länger Beiträge zahlt, erhält im Alter mehr. Die reflexartigen Antworten des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) auf den Vorschlag der Bundesbank führen in die Irre, weil die Zeche von den nachfolgenden Generationen bezahlt werden muss. Die Forderung nach einer Rente mit 69 ist nicht neu, und die Deutsche Bundesbank steht mit ihrem Vorschlag auch nicht allein da. In die Irre führt dagegen die Antwort des Gewerkschaftsbunds, dass mit einem höheren Renteneintrittsalter die Rente gekürzt würde. Die gesetzliche Rentenversicherung verspricht nicht, dass die lebenslang gezahlten Beiträge "gut verzinst" zurückgezahlt werden. Vielmehr müssen die aktiv Erwerbstätigen mit ihren Beiträgen die aktuellen Rentenansprüche finanzieren. Und genau hier liegt die Krux. Das Renteneintrittsalter ist in den vergangenen Jahrzehnten kaum gestiegen. Im Jahr 1980 erhielten die Versicherten mit 62,2 Jahren erstmals ihre Rente - aktuell liegt das Eintrittsalter bei rund 64 Jahren. So spät sind aber die Arbeitnehmer bereits 1970 in ihren wohlverdienten Ruhestand gegangen – damals mit durchschnittlich 64,3 Jahren. Höhere Altersgrenze ist notwendig Weil die Menschen aber immer älter werden, beziehen sie ihre Rente länger. Im Jahr 1970 erhielt ein Rentner in Westdeutschland im Schnitt elf Jahre lang sein Geld, aktuell sind es rund 20 Jahre. Das bedeutet, dass die Beitragszahler heute die Rentner aus neun zusätzlichen Jahrgängen finanzieren müssen. Auch deshalb ist die Zahl der Renten in Deutschland seit der Wiedervereinigung um mehr als sechs Millionen auf mittlerweile über 20 Millionen gestiegen. Eine höhere Altersgrenze ist also notwendig, damit das zahlenmäßige Verhältnis von Rentnern zu Beitragszahlern nicht aus dem Ruder läuft. Das gilt vor allem mit Blick auf die nächsten Jahrzehnte, wenn die Mitglieder der geburtenstarken Jahrgänge vermehrt in den Ruhestand wechseln. Hinzu kommt: Mit der "Rente mit 67" ist Deutschland längst nicht mehr der Spitzenreiter in Europa. In den Niederlanden gilt zum Beispiel bereits ab dem Jahr 2021 eine Altersgrenze von 67 Jahren, ohne dass die dortige Grundrente vorzeitig in Anspruch genommen werden darf. Und bei einer weiter steigenden Lebenserwartung wird die Grenze dort künftig automatisch angehoben – so wie es die Bundesbank aktuell für Deutschland fordert. Die Diskussion muss sich deshalb vielmehr mit der Frage beschäftigen, wie Bürger länger erfolgreich und gesund am Arbeitsmarkt teilhaben können. Quelle: IW Köln

Ein höheres Renteneintrittsalter kürzt die Rente nicht. Im Gegenteil: Wer länger Beiträge zahlt, erhält im Alter mehr. Die reflexartigen Antworten des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) auf den Vorschlag der Bundesbank führen in die Irre, weil die Zeche von den nachfolgenden Generationen bezahlt werden muss.

Matteo Salvini
Foto: Fabio Visconti / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Salvini will italienischer Ministerpräsident werden

Die Forderung nach einer Rente mit 69 ist nicht neu, und die Deutsche Bundesbank steht mit ihrem Vorschlag auch nicht allein da. In die Irre führt dagegen die Antwort des Gewerkschaftsbunds, dass mit einem höheren Renteneintrittsalter die Rente gekürzt würde. Die gesetzliche Rentenversicherung verspricht nicht, dass die lebenslang gezahlten Beiträge "gut verzinst" zurückgezahlt werden. Vielmehr müssen die aktiv Erwerbstätigen mit ihren Beiträgen die aktuellen Rentenansprüche finanzieren. Und genau hier liegt die Krux.

Das Renteneintrittsalter ist in den vergangenen Jahrzehnten kaum gestiegen. Im Jahr 1980 erhielten die Versicherten mit 62,2 Jahren erstmals ihre Rente - aktuell liegt das Eintrittsalter bei rund 64 Jahren. So spät sind aber die Arbeitnehmer bereits 1970 in ihren wohlverdienten Ruhestand gegangen – damals mit durchschnittlich 64,3 Jahren.

Höhere Altersgrenze ist notwendig

Weil die Menschen aber immer älter werden, beziehen sie ihre Rente länger. Im Jahr 1970 erhielt ein Rentner in Westdeutschland im Schnitt elf Jahre lang sein Geld, aktuell sind es rund 20 Jahre. Das bedeutet, dass die Beitragszahler heute die Rentner aus neun zusätzlichen Jahrgängen finanzieren müssen. Auch deshalb ist die Zahl der Renten in Deutschland seit der Wiedervereinigung um mehr als sechs Millionen auf mittlerweile über 20 Millionen gestiegen.

Eine höhere Altersgrenze ist also notwendig, damit das zahlenmäßige Verhältnis von Rentnern zu Beitragszahlern nicht aus dem Ruder läuft. Das gilt vor allem mit Blick auf die nächsten Jahrzehnte, wenn die Mitglieder der geburtenstarken Jahrgänge vermehrt in den Ruhestand wechseln.

Hinzu kommt: Mit der "Rente mit 67" ist Deutschland längst nicht mehr der Spitzenreiter in Europa. In den Niederlanden gilt zum Beispiel bereits ab dem Jahr 2021 eine Altersgrenze von 67 Jahren, ohne dass die dortige Grundrente vorzeitig in Anspruch genommen werden darf. Und bei einer weiter steigenden Lebenserwartung wird die Grenze dort künftig automatisch angehoben – so wie es die Bundesbank aktuell für Deutschland fordert. Die Diskussion muss sich deshalb vielmehr mit der Frage beschäftigen, wie Bürger länger erfolgreich und gesund am Arbeitsmarkt teilhaben können.



Quelle: IW Köln
#mehrGesellschaft
Unruhe der Eltern überträgt sich auf Kinder.
Foto: Jordan Whitt

Kinder vor Corona-Panik schützen

Deutschlands Kinderärzte und Kinderpsychotherapeuten haben an Eltern appelliert, ihre Kinder vor Corona-Angst zu schützen. "Die Masken-Menschen in Bussen, Bahnen oder im Fernsehen sind komisch,...
Das Tragen auch von einfachen Masken kann bei der Eindämmung des Virus sinnvoll sein.
Foto: David Veksler

Besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selbst welche

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat an die Bevölkerung appelliert, Schutzmasken zu tragen: "Mein Rat: Besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selbst welche und tragen Sie diese...
Corona hat die Wirtschaft hart getroffen.
Foto: Gautam Arora

Leben nicht gegen Geld aufwiegen

Die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus sind vorübergehend verhängt worden. Wie lange sie tatsächlich dauern müssen, weiß niemand. Brauchen wir also eine Exit-Strategie? Ja, selbstverständlich. Es ist aber nicht...
Politisches Handeln, das sich - auch wenn das Ziel hehr ist - als "alternativlos" darstellt, ist undemokratisch.
Foto: Наркологическая Клиника

Der erste und der zweite Blick

Auf den ersten Blick ist die Entscheidung sehr einfach. Die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger, ihre körperliche Unversehrtheit steht an erster Stelle. Die Würde des Menschen ist unantastbar -...
Insgesamt werde die Gefahr, die vom Coronavirus ausgehe überschätzt.
Foto: Jason Taix / CC0 (via Pixabay)

Bei zu langer Corona-Isolation drohen gefährliche Folgekrankheiten

Der Dortmunder Statistik-Professor Walter Krämer warnt davor, die restriktiven Anti-Corona-Maßnahmen zu lange aufrechtzuerhalten, da sonst potenziell tödliche Folgekrankheiten zunehmen könnten. "Die...
Wir wissen aus der Forschung, dass im Auslauf der Krisen der Konkurrenzkampf wieder losgeht und dann Gruppen verdrängt werden.
Foto: Luz Fuertes

Forscher rechnet mit mehr Gewalt

Der Bielefelder Konfliktforscher Andreas Zick sieht wegen der Einschränkungen im Zuge der Coronakrise ein erhöhtes Risiko von Gewalttaten. "Die Konflikt- und Gewaltforschung rechnet in Krisenzeiten...
DKG-Präsident Gerald Gaß fordert zusätzlich einen sofortigen finanziellen "Schutzschirm für alle Krankenhäuser".
Foto: stux / CC0 de (via Pixabay)

DGB fordert angesichts der Corona-Krise deutlich mehr Geld für Krankenhäuser

Angesichts der Corona-Pandemie und der außerordentlichen Herausforderungen für das Gesundheitssystem drängt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auf deutlich mehr Geld für die Krankenhäuser....
Back To Top