#zeitfokus.

Sonntag, 05 Apr 2020
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 1 Minute Lesezeit  199 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr
Streit um Arbeitszeit: Kürzer ist länger. Die Forderung nach dem Ende des Acht-Stunden-Tages wird von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) regelmäßig gestellt. Nach ersten Attacken vor einem guten halben Jahr scheint der Kampf um Arbeitszeit erneut eröffnet. Unstrittig ist: Die Digitalisierung schreitet voran. Neue Arbeitsbeziehungen erfordern neue Regeln. »Flexible Arbeitszeit« wird vom Reizwort zur Chance, wenn die damit umschriebenen Verhältnisse immer unsicherer werden. Beschäftigte wollen weniger arbeiten, sich die Zeit dafür aber flexibler einteilen. Unstrittig ist auch, dass die Arbeitsbelastung steigt - und damit die Zahl arbeitsbedingter Erkrankungen. Wie man sich dann hinstellen und eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit sowie die Möglichkeit, tageweise zehn Stunden zu arbeiten, fordern kann, ist unverständlich. Was wir nicht brauchen ist ein System, in dem sich die Menschen immer länger kaputtarbeiten, bis sie 70 oder mehr Jahre alt sind. Wir brauchen Modelle, nach denen Arbeit und Fachwissen, verteilt auf viele Schultern, zu vernünftigen Löhnen mit Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, rechtzeitig an eine jüngere Generation weitergegeben werden. Die aus dem Berufsleben Ausgeschiedenen sollen schließlich noch etwas von ihrem Ruhestand haben. Wenn BDA-Chef Kramer in Zeitungsberichten befürchtet, das System könnte zusammenbrechen, wenn das Rentenalter nicht erneut heraufgesetzt würde, dürfte das vielen als eine Wunschvorstellung erscheinen. Quelle: ots/neues deutschland

Die Forderung nach dem Ende des Acht-Stunden-Tages wird von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) regelmäßig gestellt. Nach ersten Attacken vor einem guten halben Jahr scheint der Kampf um Arbeitszeit erneut eröffnet.

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Unstrittig ist: Die Digitalisierung schreitet voran. Neue Arbeitsbeziehungen erfordern neue Regeln. »Flexible Arbeitszeit« wird vom Reizwort zur Chance, wenn die damit umschriebenen Verhältnisse immer unsicherer werden. Beschäftigte wollen weniger arbeiten, sich die Zeit dafür aber flexibler einteilen. Unstrittig ist auch, dass die Arbeitsbelastung steigt - und damit die Zahl arbeitsbedingter Erkrankungen. Wie man sich dann hinstellen und eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit sowie die Möglichkeit, tageweise zehn Stunden zu arbeiten, fordern kann, ist unverständlich. Was wir nicht brauchen ist ein System, in dem sich die Menschen immer länger kaputtarbeiten, bis sie 70 oder mehr Jahre alt sind. Wir brauchen Modelle, nach denen Arbeit und Fachwissen, verteilt auf viele Schultern, zu vernünftigen Löhnen mit Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, rechtzeitig an eine jüngere Generation weitergegeben werden. Die aus dem Berufsleben Ausgeschiedenen sollen schließlich noch etwas von ihrem Ruhestand haben. Wenn BDA-Chef Kramer in Zeitungsberichten befürchtet, das System könnte zusammenbrechen, wenn das Rentenalter nicht erneut heraufgesetzt würde, dürfte das vielen als eine Wunschvorstellung erscheinen.



Quelle: ots/neues deutschland


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