Bild: hdornak / CC0 via Pixabay
 1-2 Minuten Lesezeit  297 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Laut einer Meldung zum Weltkindertag ist in Berlin jedes dritte Kind von Hartz-IV-Leistungen abhängig, im Bundesdurchschnitt ist es jedes siebte. Die Linke fordert deshalb höhere Regelsätze, doch eigentlich müsste die Politik woanders ansetzen: bei der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und der frühkindlichen Bildung.

Vor allem kleinere Parteien hatten zuletzt kritisiert, dass die Landesregierung trotz der Corona-Beschränkungen am 13. September als Wahltermin festhält.
Foto: Moritz Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

Landtag plant Änderung des Kommunalwahlgesetzes

Die Daten aus dem Mikrozensus zeigen, dass Kinder etwas häufiger in Armut leben als der Durchschnitt der Bevölkerung. Allerdings hat sich die Kinderarmutsquote seit dem Jahr 2005 nicht erhöht. Ein näherer Blick auf die Zahlen zeigt, dass rund jedes zehnte Kind aus Familien mit zwei Erwachsenen und maximal einem Bruder oder einer Schwester als einkommensarm gilt – das ist deutlich weniger als im Durchschnitt der Bevölkerung (15 Prozent) und kaum mehr als bei kinderlosen Paaren (9,3 Prozent). Besonders hoch ist die Einkommensarmutsquote aber bei Alleinerziehenden (42 Prozent) und bei großen Familien mit mindestens drei Kindern (25 Prozent).

Hier ist die Politik gefordert – aber anders als es die Linksfraktion vorschlägt. Nicht die Hartz-IV-Sätze müssen erhöht werden, sondern die Ganztagsbetreuung muss ausgebaut werden. Damit wäre Alleinerziehenden geholfen, weil sie dann besser in Vollzeit oder zumindest länger Teilzeit arbeiten können.

Der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg ist hierzulande zwar schwächer geworden, wie die letzte Pisa-Studie zeigt, aber noch immer lassen sich Unterschiede etwa bei der Lesekompetenz teilweise auf die soziale Herkunft zurückführen. Daher sollte es nicht nur um den quantitativen Ausbau der Kinderbetreuung gehen, auch die Qualität der frühkindlichen Bildung sollte steigen. Wichtig sind hier die Fortbildung und eine höhere Akademikerquote der Betreuer: Sie sollen in den Kitas immer mehr Bildungsinhalte vermitteln. Zugleich kommen neue Aufgaben durch die Integration der Flüchtlingskinder auf sie zu. Denn erst wenn die frühkindliche Bildung zunimmt, haben auch Kinder aus bildungsfernen Schichten und mit fremdsprachigen Elternhaus bessere Startchancen in der Schule.



Quelle: IW Köln


#mehrGesellschaft
Man hätte das viel früher vorbereiten können und müssen", sagte Landsberg
Foto: Alfred Derks

Lockerungen für Geimpfte bundeseinheitlich regeln

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, drängt auf bundeseinheitliche Regelungen im Umgang mit Geimpften. "Die Aufhebung von Einschränkungen für bereits geimpfte...
Die Realität dagegen: Brandenburg und Sachsen gehören, was den Anteil der Erstgeimpften gegen Corona angeht, zu den Schlusslichtern in Deutschland.
Foto: WorldInMyEyes

Das dauert noch

Geimpfte können trotz Corona-Beschränkungen wieder mehr Freiheit genießen: Einkaufen oder Essen gehen zum Beispiel oder einen Kurzurlaub antreten. Das ist die Verheißung. Die Realität dagegen:...
Beim Netto-Vergleich liegen die Altersbezüge der freien Berufe aber noch immer 1,8-mal so hoch wie die durchschnittliche gesetzliche Rente.
Foto: pasja1000

Renten aus Versorgungswerken doppelt so hoch wie gesetzliche Renten

Die Altersrente der Versorgungswerke freier Berufe wie Ärzte, Apotheker, Notare oder Rechtsanwälte liegt mehr als doppelt so hoch wie die Altersrente gesetzlich Versicherter. Zahlten die...
Back To Top