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Frauen entscheiden sich nach wie vor zu selten für gut bezahlte Ausbildungsberufe. Das muss sich aus mehreren Gründen dringend ändern.

Bierhaus Urbaneck, Berlin-Kreuzberg
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Bis zu einem Drittel der Geschäfte wird die Corona-Pandemie nicht überleben

Für welche duale Ausbildung sich junge Menschen entscheiden, hängt stark vom Schulabschluss und vom Geschlecht ab, meldet das Statistisches Bundesamt. Das ist nicht überraschend: Die Berufswahl der einzelnen Jahrgänge ändert sich nur sehr allmählich, und noch immer dominieren bei den beliebtesten Ausbildungsberufen Geschlechterstereotype und Vorlieben. Bei den Männern ist der Kraftfahrzeugmechatroniker am beliebtesten, Frauen entscheiden sich am häufigsten für eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Neu ist allerdings, dass immer mehr Ausbildungsanfänger das Abitur in der Tasche haben.

Abitur dominiert

Der Grund: Jedes Jahr verlassen rund 51 Prozent aller Schulabgänge die Schule mit einer Hochschul- oder Fachhochschulreife. In der Folge sind im Jahr 2017 gut 148.000 Auszubildende mit Studienberechtigung in eine duale Ausbildung gestartet. Das sind knapp 29 Prozent aller Ausbildungsanfänger. Das war in früheren Jahren noch anders: Damals dominierte vor allem der Hauptschulabschluss.

Keine Verdrängung des Hauptschulabschlusses

Auch zwischen den Bundesländern gibt es große Unterschiede. Bayern verzeichnet knapp 17 Prozent Neu-Azubis mit Hochschulreife, Hamburg dagegen 42 Prozent und Nordrhein-Westfalen 41 Prozent. "Das wirkt zunächst, als würden Abiturienten die Hauptschüler verdrängen", sagt IW-Ausbildungsexperte Dirk Werner. "Das täuscht allerdings. Bei den Ausbildungsstellen, die unbesetzt bleiben, sagen vier von fünf Unternehmen, dass ihnen ein Bewerber mit Hauptschulabschluss reichen würde." Ein Problem sind nach wie vor die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. In Berufen, die überwiegend bei Frauen oder bei Männern beliebt sind, gibt es besonders oft einen Fachkräftemangel, zeigen Analysen des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung, das am IW angesiedelt ist. Gut wäre es, wenn diese Geschlechterunterschiede abschmelzen würden. Das hätte zudem den Vorteil, dass sich dann gerade für junge Frauen bessere Verdienstmöglichkeiten ergeben würden. So sind die Löhne und Gehälter in MINT-Berufen wie dem Fachinformatiker oder dem Mechatroniker sehr gut, allerdings entscheiden sich Frauen nur selten für diese Bereiche. Deshalb macht sich die Initiative Klischeefrei unter der Schirmherrschaft von Elke Büdenbender, Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, für eine Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees stark.



Quelle: IW Köln
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