Samstag, 05 Dez 2020
Foto: Русский / Pixabay CC0
 1-2 Minuten Lesezeit  335 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Deutschland muss jährlich 12 Milliarden Euro zusätzlich in Bildung investieren, um die demografischen Herausforderungen, die Digitalisierung oder die Integration von Flüchtlingen zu bewältigen.

empty alt
Foto: Couleur / CC0 (via Pixabay)

Zum Jahreswechsel

Die positive Entwicklung im Bildungssystem hat in den letzten Jahren bundeslandübergreifend an Dynamik verloren. Um vor diesem Hintergrund weiterhin Aufstiegschancen und Teilhabe zu stärken, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) eine Bildungsagenda im Rahmen des Bildungsmonitors 2017 entwickelt.

Das zusätzliche Geld muss zielgerichtet in jenen Bereichen eingesetzt werden, die für die Gestaltung der Digitalisierung und des demografischen Wandels sowie für die Integration der Zuwanderer besonders wichtig sind.

"Bereits Auf dem Dresdner Bildungsgipfel 2008 haben Bund und Länder gemeinsam beschlossen, die Bildungsausgaben bis 2015 auf 7 Prozent des BIP zu steigern. Dieses Ziel wurde auch im Jahr 2016 noch nicht erreicht. Wir möchten die Bundesregierung im Vorfeld der Wahl an ihre Zusage erinnern und legen mit der Bildungsagenda einen Vorschlag vor, an welchen Stellen die Anstrengungen noch deutlich verstärkt werden müssen", so Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM.

So sollten die für Deutschland ermittelten zusätzlichen Bildungsausgaben jährlich konkret auf folgende Bereiche aufgeteilt werden:

- 5,0 Milliarden Euro für mehr Plätze und Qualität in der frühkindlichen Bildung,
- 3,5 Milliarden Euro für Integration,
- 2,7 Milliarden Euro für den Ausbau von Ganztagsschulen und
- 0,8 Milliarden Euro für Studierende aus dem Ausland an deutschen Hochschulen.

Zudem sollte durch verbesserte Rahmenbedingungen der Qualitätswettbewerb an Schulen gefördert werden, statt Zeit und Ressourcen in Strukturdebatten zu verschwenden. Die Bildungsfinanzierung muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Konkret bedeutet dies, sozialverträglich gestaltete und nachgelagerte Studiengebühren - beispielsweise in Höhe von 500 Euro pro Semester - einzuführen und im Gegenzug KITA-Beiträge der Eltern im gleichen Umfang zu reduzieren.

Studienleiter Prof. Dr. Axel Plünnecke vom IW Köln erklärt: "Untersuchungen zeigen, dass gezielt eingesetzte zusätzliche Bildungsausgaben in KITAs und an Ganztagsschulen, Maßnahmen zur Integration und mehr Kapazitäten für Zuwanderung über die Hochschulen einen Beitrag zu mehr Wachstum und Gerechtigkeit leisten und sich langfristig auch für die öffentliche Hand auszahlen."



Quelle: ots/INSM


#mehrGesellschaft
Man kann Giffey vorhalten, dass sie nicht eher diesen Schritt gegangen ist.
Foto: SPD Berlin/ Joachim Gern / CC BY 4.0 via Wikimedia Commons

Der richtige Schritt

Ein blauer Fleck wird bleiben. Für eine Spitzenpolitikerin ist es nie schön, wenn ihr unsaubere Arbeit vorgehalten wird, und sei es in einer vor zehn Jahren erstellten Dissertation, als sie noch...
Das Problem geht aber über Caffier hinaus. Sein Unwillen, auf die Frage zu antworten, steht sinnbildlich für die Verwilderung und autoritäre Entwicklung in weiten Teilen des Staatsapparates.
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 DE via Wikimedia Commons

Keine Privatsache

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier ist auf einer Pressekonferenz der Frage ausgewichen, ob er eine Waffe bei einem Unterstützer der Gruppe "Nordkreuz" gekauft habe. Der...
"Natürlich ist das Corona-Virus gefährlich! Wir haben es mit einer durchaus ernst zu nehmenden Infektionskrankheit zu tun", sagte Bhakdi
Foto: Engin Akyurt

Sucharit Bhakdi: "Natürlich ist das Corona-Virus gefährlich!"

Der hoch umstrittene Bestseller-Autor und Wissenschaftler Sucharit Bhakdi hat den Vorwurf zurückgewiesen, er sei ein Corona-Leugner. "Natürlich ist das Corona-Virus gefährlich! Wir haben es mit...
Bis September 81.100 Selbstständige Arbeit suchend gemeldet.
Foto: Leni und Tom

Zahl der Selbstständigen in Grundsicherungsbezug wegen Corona um 1000 Prozent angestiegen

Die Zahl der Selbstständigen, die aufgrund der Corona-Pandemie zwischenzeitlich Grundsicherung beziehen mussten, ist seit dem Frühjahr massiv in die Höhe geschossen. Insgesamt haben sich in den...
Back To Top