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Eine neue Studie kommt zu einem besorgniserregenden Urteil: Deutsche Schüler haben mittelmäßige digitale Kompetenzen, in den vergangenen fünf Jahren hat sich zudem so gut wie nichts getan. Dabei braucht die Wirtschaft dringend IT-Fachkräfte. Die Ergebnisse zeigen, dass der Digitalpakt überfällig ist. Das Fach Informatik sollte in der Schule zum Pflichtfach werden.

Das alles bedeutet einen beträchtlichen Aufwand und ein hohes Risiko.
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Viel Aufwand für wenige Schultage

Bei der sogenannten ICILS-Studie, kurz für International Computer and Information Literacy, erreichen deutsche Achtklässler im Schnitt 518 Punkte – keine nennenswerte Veränderung im Vergleich zu den Ergebnissen von 2013. Im internationalen Vergleich landet Deutschland damit nur im guten Mittelfeld. Jeder dritte Schüler verfügt sogar nur über rudimentäre digitale Kompetenzen, hat also Schwierigkeiten, Informationen und Daten online zu recherchieren, technische Probleme zu lösen und online angemessen zu kommunizieren.

Rasanter Anstieg bei IT-Berufen

Die Ergebnisse sind besorgniserregend, schließlich sind digitale Kompetenzen in Zeiten der Digitalisierung so wichtig wie nie zuvor. So ist die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Personen in IT-Facharbeiterberufen von Ende 2012 bis Ende März 2019 um 43 Prozent gestiegen, in akademischen IT-Berufen sogar um 72 Prozent. Die Engpässe in IT-Berufen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht.

Um Schülerinnen und Schüler besser digital zu bilden, braucht es dringend den schon beschlossenen Digitalpakt. Im Unterricht fehlen Informations- und Kommunikationstechnologien. Zusätzlich sollten die Länder Investitionen in die Infrastruktur durch eigene Mittel ergänzen sowie zusätzliches Personal für die IT-Administration einsetzen.

Pflichtfach Informatik fehlt

Zur Stärkung der digitalen Bildung sollten Schulen ihren IT-Unterricht stärken. Für die Einführung eines Wahlpflichtfaches Informatik ab der achten Klasse entsteht nach Angaben des Stifterverbandes ein zusätzlicher Bedarf in Höhe von 4.000 IT-Lehrern. Gäbe es Informatik als Pflichtfach schon ab der Grundschule, stiege der Bedarf um 24.000 IT-Lehrkräfte.



Quelle: IW Köln
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