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Sie kämpfte schon als Teenager dafür, dass Mädchen zur Schule gehen dürfen. Aus diesem Grund wurde sie vor drei Jahren Opfer eines Attentates. Taliban schossen ihr vor drei Jahren in den Kopf. Sie überlebte, kämpfte weiter und wurde zur jüngsten Friedensnobelpreisträgerin der Welt: Malala Yousafzai! Jetzt engagiert sich die 18-Jährige als Patin von "RTL - Wir helfen Kindern" für mehr Bildung für syrische Flüchtlingskinder. "Wenn wir den Flüchtlingskindern aus Syrien nicht helfen, wie sollen sie später ihr Land wieder aufbauen?

Im Zweifel nie den konkreten Wortlaut veröffentlichen, sondern nur den Umstand der Anfrage und gegebenenfalls ein herausgehobenes Zitat.
Foto: Glenn Carstens-Peters

DJV warnt vor Veröffentlichung von Rechercheanfragen

Wir müssen heute der jungen Generation helfen, denn sie werden es sein, die zurückgehen und das Syrien von morgen aufbauen", appelliert Malala bei einem Treffen mit RTL-Charity Gesamtleiter Wolfram Kons. Erst im Juli 2015 reiste sie in ein Flüchtlingslager im Libanon, um dort eine Schule für die syrischen Kinder dort zu eröffnen. "Ich habe Mädchen dort gesehen, die hatten Uniformen an und die saßen an ihren Schultischen und lernten. Das war ein tolles Erlebnis für mich. Ich möchte noch vielen, vielen Kindern mehr diese Chance geben. Es gibt so viele Flüchtlingskinder mit Träumen. Sie wollen Ärzte, Lehrer oder Politiker werden, um anderen zu helfen. Das gibt mir Hoffnung. Wenn wir ihnen gemeinsam Schulen bauen, wenn wir ihnen Bildung geben, dann werden diese Kinder sich ihre Träume erfüllen können."

Mit den Spenden, die beim RTL-Spendenmarathon am 19./20. November 2015 zusammenkommen möchte "RTL - Wir helfen Kindern" gemeinsam mit Malala und ihrer Stiftung "Malala Fund" und deren Kooperationspartner "New Venture Fund" eine Sekundarschule für Mädchen in der Bekaa-Ebene im Osten des Libanon, dort wo zurzeit die meisten syrischen Flüchtlinge leben, bauen. 250 Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren werden durch Förderunterricht und Ausbildungsmaßnahmen den hoffnungsvollen Weg zu einer Hochschulausbildung oder einer sicheren und soliden Existenzgrundlage beschreiten. Neben Förderprogrammen, englischen Sprachkursen werden auch Berufsausbildungskurse angeboten. Dort lernen die Mädchen, mit Geld umzugehen und Bewerbungen zu schreiben. Dadurch sind sie in der Lage, Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden und sich ihre eigene Zukunft auszubauen. Malala Yousafzai: "Mein Traum ist, dass möglichst viele Kinder zur Schule gehen können. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Denn gerade das Menschenrecht auf Bildung wird oft ignoriert. Unsere Politiker wollen doch gut ausgebildete Bürger haben, brauchen eine junge Generationen, die die gleiche Bildung genossen hat, wie ihre eigenen Kinder. Doch stattdessen ignorieren sie die Kinder in armen Ländern, in armen Familien. Warum? Bildung darf nicht ignoriert werden. Bitte helfen Sie und spenden Sie beim RTL-Spendenmarathon! "

Hintergrundinformationen zu Flüchtlingslage

Derzeit sind weltweit über 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Gewalt (Quelle: UNO-Flüchtlingshilfe). Dies ist die höchste Zahl, die jemals von UNHCR verzeichnet wurde. Und sie wächst weiter. 2014 wurden 13,9 Millionen Menschen zur Flucht getrieben - viermal so viele wie noch 2010. Jeden Tag machten sich durchschnittlich 42.500 Menschen auf den Weg auf der Suche nach Frieden, Sicherheit und einem neuen Leben. Flüchtlinge verlassen ihre Heimat, weil das Leben oder das ihrer Familien bedroht ist. Dabei müssen sie oft alles aufgeben - ihre Familie und Freunde, ihr Zuhause und ihr Hab und Gut.

Die meisten Flüchtlinge - über 80 Prozent - finden Zuflucht in angrenzenden Nachbarländern. Im mittlerweile fünften Jahr des Syrienkonflikts verschärfen sich die Auswirkungen der Krise auch in den Nachbarstaaten. Durch den Vormarsch des IS hat sich die Situation für die Zivilbevölkerung weiter verschlimmert. Der Bürgerkrieg in Syrien hat mittlerweile fast die Hälfte der Bevölkerung zur Flucht gezwungen. Über sieben Millionen Syrer sind im eigenen Land vertrieben, mehr als vier Millionen haben in den Nachbarländern Zuflucht gesucht. Etwa die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder. Viele mussten miterleben, wie Familienangehörige oder Freunde getötet wurden. Die meisten sind nahezu mittellos. Derzeit beherbergt der Libanon mehr als eine Million syrischer Flüchtlinge. Das bedeutet, dass jeder fünfte Einwohner ein Flüchtling aus Syrien ist. Aus Syrien geflohene Kinder und Jugendliche sind unmittelbar von dem Konflikt betroffen, da sie Familienmitglieder durch Tod oder Trennung verloren haben und ihrer vertrauten Umgebung und ihrem Zuhause entrissen wurden. Die Erlebnisse, die Kinder im Krieg und auf der Flucht machen, hinterlassen in ihren Seelen tiefe Verletzungen, sie leiden dann oft jahrelang unter Schlafstörungen, Angstzuständen und Depressionen. Durch den Konflikt sind sie zudem einem erhöhten Risiko ausgesetzt, früh verheiratet zu werden oder zu Kinderarbeit herangezogen zu werden. In der Bekaa-Ebene sind nur 15 Prozent der Flüchtlingskinder in einer Schule angemeldet. Insbesondere für Mädchen sind die Entfernungen zur nächsten Schule ein großes Hindernis für die Einschulung bzw. den Schulbesuch. Die Transportkosten sind hoch, vor allem, wenn man berücksichtigt, dass syrische Flüchtlingsfamilien kaum die Möglichkeit haben, Geld zu verdienen. Aus Sicherheitsgründen schrecken die Eltern davor zurück, ihre Töchter alleine auf den Schulweg zu schicken.

Obwohl die libanesische Regierung syrischen Flüchtlingskindern im Rahmen des Möglichen den Zugang zu Schulen gewährt, besuchen 400.000 syrische Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 18 Jahren keine Schule. Nur jedes fünfte syrische Kind besucht eine öffentliche libanesische Schule und von diesen Kindern befinden sich die meisten in der Primarstufe. Aufgrund sprachlicher und finanzieller Hürden, fehlender schulischer Vorbildung und der begrenzten Kapazität des Schulsystems besuchen lediglich 2.000 syrische Flüchtlinge im Alter von 14 bis 18 Jahren eine Sekundarschule. Aus diesem Grund sind Mädchenschulen vor Ort, wie sie mit diesem Projekt umgesetzt werden sollen, von so großer Bedeutung, denn sie stellen sicher, dass mehr Mädchen die Chance erhalten, zu lernen und als Erwachsene eine sinnvolle Zukunft zu haben.



Quelle: ots / RTL


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