#zeitfokus.

Dienstag, 31 Mär 2020
Vorlesen, erzählen, Bücher anschauen, reimen - all das erleichtert Vorschulkindern später das Lesen- und Schreibenlernen und damit den erfolgreichen Schuleinstieg.
Vorlesen, erzählen, Bücher anschauen, reimen - all das erleichtert Vorschulkindern später das Lesen- und Schreibenlernen und damit den erfolgreichen Schuleinstieg. Foto: obs/Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V./Jan Tepass
 1-2 Minuten Lesezeit  317 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr
Kommunikationsgenies im Vorschulalter?. In der deutschen Sprache gibt es nicht einmal einen Begriff dafür; der UNESCO ist es eigens einen weltweiten Aktionstag wert: Die Rede ist von Literacy. Damit ist mehr gemeint als nur Lese- und Schreibfähigkeiten, nämlich auch damit zusammenhängende Kompetenzen wie z.B. die des Textverständnisses oder der sprachlichen Abstraktion. Auch die Möglichkeiten im Umgang mit verschiedenen medialen Formen, Erzählfertigkeiten und die Vertrautheit mit Büchern werden darunter zusammengefasst. "Das Konzept von Literacy in der frühen Kindheit ist ein Sammelbegriff für Erfahrungen und Kompetenzen rund um den kulturellen Umgang mit Schriftzeichen, Symbolen und Büchern, aber auch mit verbalsprachlichen Erfahrungen wie Erzählungen, Märchen und Gedichten und Liedern. Hier gemachte Erfahrungen bilden die Grundlagen für Kenntnisse und Fähigkeiten, die den Kindern den Weg zum Verständnis und zur Teilhabe an unserer modernen Kommunikationsgesellschaft eröffnen", so die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. (dbl), Dagmar Karrasch. Sie weist darauf hin, dass solche Erfahrungen wesentlich zur sprachlichen Bildung von Kindern gehören. "Kinder mit reichhaltigen Literacy-Erfahrungen in der frühen Kindheit sind besonders neugierig und haben auch längerfristig Entwicklungsvorteile, beispielsweise im Bereich der Sprachkompetenz und beim Schriftspracherwerb", so Karrasch. Vor allem Kinder aus bildungsfernen Familien können von Literacy-Erfahrungen profitieren und damit ihre Startchancen für eine erfolgreiche Schullaufbahn und einen gelungenen Bildungsweg verbessern. Deshalb sei es wichtig, so die dbl-Präsidentin, dass das Thema Literacy im familiären Alltag, aber auch in Kindertagesstätten und -krippen eine wichtige Rolle spielt: "In der Betreuung von Kindern sollte - neben der sprachreichen Gestaltung des Alltags - ein für die jeweiligen Altersklassen angepasstes Literacy-Konzept ausgearbeitet und gelebt werden, um wichtige Grundlagen für Bildung, Gesundheit und Teilhabe zu legen." Wie dieses aussehen könnte, wird in einem logopädisch fundierten Sprachbildungskonzept erläutert, das der Deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. entwickelt hat. Die entsprechenden Kompetenzen zur alltagsorientierten Einbindung von Sprachbildung und Literacy durch Erzieherinnen und Erzieher werden bundesweit von zahlreichen Logopädinnen und Logopäden in Seminaren vermittelt. Quelle: ots/Deutscher Bundesverband für Logopädie

In der deutschen Sprache gibt es nicht einmal einen Begriff dafür; der UNESCO ist es eigens einen weltweiten Aktionstag wert: Die Rede ist von Literacy. Damit ist mehr gemeint als nur Lese- und Schreibfähigkeiten, nämlich auch damit zusammenhängende Kompetenzen wie z.B. die des Textverständnisses oder der sprachlichen Abstraktion. Auch die Möglichkeiten im Umgang mit verschiedenen medialen Formen, Erzählfertigkeiten und die Vertrautheit mit Büchern werden darunter zusammengefasst.

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"Das Konzept von Literacy in der frühen Kindheit ist ein Sammelbegriff für Erfahrungen und Kompetenzen rund um den kulturellen Umgang mit Schriftzeichen, Symbolen und Büchern, aber auch mit verbalsprachlichen Erfahrungen wie Erzählungen, Märchen und Gedichten und Liedern. Hier gemachte Erfahrungen bilden die Grundlagen für Kenntnisse und Fähigkeiten, die den Kindern den Weg zum Verständnis und zur Teilhabe an unserer modernen Kommunikationsgesellschaft eröffnen", so die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. (dbl), Dagmar Karrasch. Sie weist darauf hin, dass solche Erfahrungen wesentlich zur sprachlichen Bildung von Kindern gehören. "Kinder mit reichhaltigen Literacy-Erfahrungen in der frühen Kindheit sind besonders neugierig und haben auch längerfristig Entwicklungsvorteile, beispielsweise im Bereich der Sprachkompetenz und beim Schriftspracherwerb", so Karrasch.

Vor allem Kinder aus bildungsfernen Familien können von Literacy-Erfahrungen profitieren und damit ihre Startchancen für eine erfolgreiche Schullaufbahn und einen gelungenen Bildungsweg verbessern. Deshalb sei es wichtig, so die dbl-Präsidentin, dass das Thema Literacy im familiären Alltag, aber auch in Kindertagesstätten und -krippen eine wichtige Rolle spielt: "In der Betreuung von Kindern sollte - neben der sprachreichen Gestaltung des Alltags - ein für die jeweiligen Altersklassen angepasstes Literacy-Konzept ausgearbeitet und gelebt werden, um wichtige Grundlagen für Bildung, Gesundheit und Teilhabe zu legen." Wie dieses aussehen könnte, wird in einem logopädisch fundierten Sprachbildungskonzept erläutert, das der Deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. entwickelt hat. Die entsprechenden Kompetenzen zur alltagsorientierten Einbindung von Sprachbildung und Literacy durch Erzieherinnen und Erzieher werden bundesweit von zahlreichen Logopädinnen und Logopäden in Seminaren vermittelt.



Quelle: ots/Deutscher Bundesverband für Logopädie


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