Olaf Scholz
Olaf Scholz Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)
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Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) strebt einen Rechtsanspruch auf eine Ausbildung für über 40-Jährige an, die sich beruflich noch einmal anders orientieren wollen. Er wolle, dass Bürger, "auch im Alter von 41 oder 52 Jahren noch mal eine neue Berufsausbildung machen können", sagte Scholz in einem Interview mit dem "Tagesspiegel" (Sonntagausgabe).

In der am 30. Oktober veröffentlichten Corona-Schutzverordnung des Landes hieß es zunächst, dass alle Angebote von Musikschulen aus Gründen des Infektionsschutzes untersagt seien.
Foto: Jason Rosewell

Musikschulen dürfen in NRW trotz Corona unterrichten

Bisher gibt es nur für Heranwachsende eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög). Niemand, der heute studieren oder eine Lehre beginnen möchte, müsse einen Sachbearbeiter in einer Behörde um Erlaubnis bitten, sagte Scholz - Ähnliches müsse auch im fortgeschrittenen Alter gelten. Er macht damit eine schon länger von der SPD geforderte Idee zur Chefsache. "Der technologische Wandel verändert Berufsfelder stark und niemand kann sicher sein, dass es seinen Job auch in 15 oder 20 Jahren noch gibt", sagte Scholz. Jeder sollte sich aber darauf verlassen können, dass er dann zu ordentlichen Bedingungen einen neuen Beruf erlernen kann. "Wir müssen um die Zuversicht unserer Gesellschaft ringen. Darum fordere ich soziale Bürgerrechte für das 21. Jahrhundert, auf die man sich in Zeiten des schnellen und grundlegenden Wandels verlassen kann."

https://www.tagesspiegel.de/politik/scholz-interview/25236754.html



Quelle: ots/Der Tagesspiegel
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