Von den insgesamt 59 im Bußgeldkatalog aufgeführten Tatbeständen entsprächen auch bei großzügiger Auslegung nur noch neun Tatbestände den Regelungen der aktuellen Verordnung.
Von den insgesamt 59 im Bußgeldkatalog aufgeführten Tatbeständen entsprächen auch bei großzügiger Auslegung nur noch neun Tatbestände den Regelungen der aktuellen Verordnung. Foto: Alexandra Koch
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Es sieht so aus, dass die massiven Sicherheitsmaßnahmen gegriffen haben, die zum Schutz vor dem Coronavirus an den Schulen in Nordrhein-Westfalen getroffen worden sind. Rund 280 Schüler und Lehrer befinden sich derzeit in Quarantäne - nur, muss man sagen. Denn angesichts von landesweit rund 2,4 Millionen Schülern und rund 200.000 Lehrern ist das eine verschwindend geringe Zahl, auch wenn natürlich jeder Fall einer zu viel ist.

Die Betroffenen müssen Deutschland verlassen und dürfen nicht wieder einreisen. Kommen sie der Aufforderung nicht nach, kann eine Abschiebung folgen.
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Zahl der Ausweisungen von Ausländern drastisch gestiegen

Allzu lange - und schon gar nicht dauerhaft - werden die strengen Hygienevorschriften jedoch nicht mehr einzuhalten sein. Schon jetzt verlangen sie Schülern und Lehrern sehr viel ab. Unterricht am Nachmittag von 16 bis 18 Uhr, zu wenige Lehrer, löchrige und häufig kurzfristig geänderte Stundenpläne sowie fehlende Räumlichkeiten sind Alltag geworden an den Schulen. Hinzu kommt, dass es berufstätigen Eltern so an Planungssicherheit fehlt, weil sie nicht wissen, ob und wann ihr Kind in die Schule kann.

Daher müssen dringend neue Konzepte her, die auch dem Schulalltag in Corona-Zeiten standhalten. Womöglich müssen andere Gebäude wie Hallen, leerstehende Flüchtlingsunterkünfte, Kinos, Fußballstadien oder Kirchen erschlossen werden, in denen Unterricht mit entsprechender Abstandsregelung stattfinden kann. Auch über Unterricht am Samstag sollte nachgedacht werden. Die Politik ist dringend gefordert, schnellstmöglich einen Plan vorzulegen, wie es nach den Sommerferien an den Schulen mit dem Unterricht weitergehen soll. Dabei drängt die Zeit. Die Ferien beginnen in NRW bereits in einem Monat. Und es wäre fahrlässig, Lehrer, Eltern und Schüler ohne festgezurrten und schlüssigen Fahrplan in die Ferien zu verabschieden. Ansonsten droht ein ähnliches Chaos an den Schulen wie jetzt. Und das kann und darf sich ein Land wie NRW nicht leisten.

Quelle: ots/Rheinische Post
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