Samstag, 05 Dez 2020
Foto: Dominik Wagner
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Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz, hat eine Studie zur Darstellung von Migration und Integration in aktuellen Schulbüchern durchführen lassen.

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Anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse erklärt sie:

„Die Themen Migration und Integration gehören in Deutschlands Schulbücher: Aber Klischees oder gar diskriminierende Darstellungen haben in Schulbüchern nichts zu suchen.

Ein ermutigendes Ergebnis der Studie ist, dass in den Sozialkundebüchern Deutschland explizit als ein Einwanderungsland, in dem Menschen unterschiedlichster Herkunft ihre Heimat haben, beschrieben wird. Allerdings stellen einige Schulbücher Migration vor allem als Problem dar, die Vielfalt unseres Landes wird nicht als Normalität beschrieben. Das Thema Integration wird zwar als notwendig für den sozialen Zusammenhalt gesehen. Was genau darunter zu verstehen ist, bleibt aber unkonkret.

Dabei spiegeln die Klassenzimmer diese gesellschaftliche Vielfalt längst wider: Heute hat jeder dritte Schüler unter 15 Jahren einen Migrationshintergrund. Sehr viele von ihnen, mehr als 80%, sind Deutsche. Diese Lebensrealität muss sich dann auch angemessen im Unterricht, in den Lehrplänen und in den Schulbüchern wiederfinden.

Schulbücher vermitteln nicht nur Fachwissen, sondern auch Werte und Normen. Sie thematisieren Aspekte wie Anerkennung und Teilhabe und können zu einem reflektierten und positiven Umgang mit Vielfalt beitragen.

Die Studie, mit der ich das Georg-Eckert-Institut (GEI) in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Bildungsintegration an der Stiftung Universität Hildesheim beauftragt habe, beleuchtet, ob und wie Schulbücher Integration, Migration und die damit einhergehende gesellschaftliche Vielfalt widerspiegeln. Ich empfehle, dass nicht nur die Schulbuchverlage, sondern auch die Lehrerinnen und Lehrer und Bildungsverwaltungen der Länder die Schulbuchstudie „Migration und Integration“ als Anregung nutzen.“

Die Studie können Sie hier herunterladen



Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung


#mehrGesellschaft
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