Samstag, 08 Aug 2020
Foto: Jacqueline Macou / pixabay (CC)
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Mit ihrer heutigen Veröffentlichungen über angebliche Funde von Glyphosat in deutschen Bieren haben sich die Aktivisten des "Umweltinstituts München" nach Auffassung des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) ein Eigentor geschossen. In dem Bestreben, immer neue Horrormeldungen zu produzieren, haben sie sich das falsche Genussmittel ausgesucht - denn am Beispiel von Bier lässt sich die Panikmache plausibel und anschaulich widerlegen.

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Foto: MetsikGarden / CC0 (via Pixabay)

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Nach Angaben des "Umweltinstituts" haben Analysen Glyphosatspuren von 0,5 bis zu 30 Mikrogramm pro Liter Bier ergeben. Da die meisten Menschen mit diesen Werten nichts anfangen können, setzen die Aktivisten die Funde in Relation zum gesetzlichen Grenzwert für Trinkwasser. Aber natürlich ist Bier kein Trinkwasser, sondern ein alkoholhaltiges Genussmittel.

Wovor also warnt das "Umweltinstitut"? Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) müsste selbst von der Biersorte mit den höchsten gemessenen Glyphosat-Rückständen ein Erwachsener rund 1000 Liter Bier - und zwar an einem Tag! - trinken, um die als unbedenklich geltende Aufnahmemenge zu überschreiten. Und in diesen Mengen genossen, wäre schon der Hauptbestandteil des Bieres - Wasser nämlich - mit Sicherheit tödlich, was die ganze Absurdität der Kampagne deutlich macht.

Wenn das "Umweltinstitut" in seiner Pressemitteilung verkündet, ein "Stoff, der wahrscheinlich krebserregend ist, hat weder im Bier noch in unserem Körper etwas verloren", so ist auch das wissenschaftlich grober Unfug. Jeder weiß, dass im Bier je nach Sorte zwischen 4 bis 8 Prozent Alkohol enthalten ist; nach der IARC-Klassifizierung, auf die sich das "Umweltinstitut" beruft, ein Stoff, der - ebenso wie das Sonnenbad oder der Verzehr einer Bio-Bratwurst - als sicher krebserregend (Klasse 1) gilt. Glyphosat hingegen rangiert - zusammen mit heißem Mate-Tee, dem Friseurhandwerk oder rotem Fleisch - eine Stufe darunter (Klasse 2A).

"So wie dem Verbraucher der maßvolle Umgang mit Bier und Wein zu empfehlen ist, wäre auch zu wünschen, dass sich das Umweltinstitut in seiner Panikmache mäßigt. Bei Lichte betrachtet ist die Zielgruppe für die aktuelle Angstkampagne sehr klein: Wer trinkt schon 1000 Liter Bier am Tag? Ich werde heute Abend nur einen Bruchteil davon zu mir nehmen - aber mit Genuss und Verstand", kommentiert IVA-Hauptgeschäftsführer Volker Koch-Achelpöhler.

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der 49 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie. Die vom IVA vertretene Branche steht für innovative Produkte für eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft.



Quelle: ots/Industrieverband Agrar


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