Foto: Jacqueline Macou / pixabay (CC)
 1-2 Minuten Lesezeit  381 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Mit ihrer heutigen Veröffentlichungen über angebliche Funde von Glyphosat in deutschen Bieren haben sich die Aktivisten des "Umweltinstituts München" nach Auffassung des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) ein Eigentor geschossen. In dem Bestreben, immer neue Horrormeldungen zu produzieren, haben sie sich das falsche Genussmittel ausgesucht - denn am Beispiel von Bier lässt sich die Panikmache plausibel und anschaulich widerlegen.

Die Koalition hat hier eine Kaufprämie durch die Hintertür auf den Weg gebracht - einen Porsche-Rabatt.
Foto: Ferran Cornellà / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Linke kritisieren Senkung der Mehrwertsteuer als "Porsche-Rabatt"

Nach Angaben des "Umweltinstituts" haben Analysen Glyphosatspuren von 0,5 bis zu 30 Mikrogramm pro Liter Bier ergeben. Da die meisten Menschen mit diesen Werten nichts anfangen können, setzen die Aktivisten die Funde in Relation zum gesetzlichen Grenzwert für Trinkwasser. Aber natürlich ist Bier kein Trinkwasser, sondern ein alkoholhaltiges Genussmittel.

Wovor also warnt das "Umweltinstitut"? Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) müsste selbst von der Biersorte mit den höchsten gemessenen Glyphosat-Rückständen ein Erwachsener rund 1000 Liter Bier - und zwar an einem Tag! - trinken, um die als unbedenklich geltende Aufnahmemenge zu überschreiten. Und in diesen Mengen genossen, wäre schon der Hauptbestandteil des Bieres - Wasser nämlich - mit Sicherheit tödlich, was die ganze Absurdität der Kampagne deutlich macht.

Wenn das "Umweltinstitut" in seiner Pressemitteilung verkündet, ein "Stoff, der wahrscheinlich krebserregend ist, hat weder im Bier noch in unserem Körper etwas verloren", so ist auch das wissenschaftlich grober Unfug. Jeder weiß, dass im Bier je nach Sorte zwischen 4 bis 8 Prozent Alkohol enthalten ist; nach der IARC-Klassifizierung, auf die sich das "Umweltinstitut" beruft, ein Stoff, der - ebenso wie das Sonnenbad oder der Verzehr einer Bio-Bratwurst - als sicher krebserregend (Klasse 1) gilt. Glyphosat hingegen rangiert - zusammen mit heißem Mate-Tee, dem Friseurhandwerk oder rotem Fleisch - eine Stufe darunter (Klasse 2A).

"So wie dem Verbraucher der maßvolle Umgang mit Bier und Wein zu empfehlen ist, wäre auch zu wünschen, dass sich das Umweltinstitut in seiner Panikmache mäßigt. Bei Lichte betrachtet ist die Zielgruppe für die aktuelle Angstkampagne sehr klein: Wer trinkt schon 1000 Liter Bier am Tag? Ich werde heute Abend nur einen Bruchteil davon zu mir nehmen - aber mit Genuss und Verstand", kommentiert IVA-Hauptgeschäftsführer Volker Koch-Achelpöhler.

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der 49 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie. Die vom IVA vertretene Branche steht für innovative Produkte für eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft.



Quelle: ots/Industrieverband Agrar


#mehrGesellschaft
Man hätte das viel früher vorbereiten können und müssen", sagte Landsberg
Foto: Alfred Derks

Lockerungen für Geimpfte bundeseinheitlich regeln

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, drängt auf bundeseinheitliche Regelungen im Umgang mit Geimpften. "Die Aufhebung von Einschränkungen für bereits geimpfte...
Die Realität dagegen: Brandenburg und Sachsen gehören, was den Anteil der Erstgeimpften gegen Corona angeht, zu den Schlusslichtern in Deutschland.
Foto: WorldInMyEyes

Das dauert noch

Geimpfte können trotz Corona-Beschränkungen wieder mehr Freiheit genießen: Einkaufen oder Essen gehen zum Beispiel oder einen Kurzurlaub antreten. Das ist die Verheißung. Die Realität dagegen:...
Beim Netto-Vergleich liegen die Altersbezüge der freien Berufe aber noch immer 1,8-mal so hoch wie die durchschnittliche gesetzliche Rente.
Foto: pasja1000

Renten aus Versorgungswerken doppelt so hoch wie gesetzliche Renten

Die Altersrente der Versorgungswerke freier Berufe wie Ärzte, Apotheker, Notare oder Rechtsanwälte liegt mehr als doppelt so hoch wie die Altersrente gesetzlich Versicherter. Zahlten die...
Back To Top