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Der weltweit zu beobachtende Trend, für ein einzigartiges Erinnerungsfoto Risiken schlichtweg zu ignorieren oder sich gar in Lebensgefahr zu begeben, fordert seinen Tribut. Die Medien berichten regelmäßig über tragische und auch tödlich ausgehende Selfie-Unfälle.

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Foto: Gerrit Burow / CC BY 2.0 (via Wikimedia Commons)

In Treue fest zur Nato

Eine der Ursachen für die Zunahme dieser ist der Druck in den sozialen Medien, möglichst viel Anerkennung für ein gepostetes Selbstporträt einzuheimsen; bleibt das gewünschte Feedback aus, verleitet dies einige Menschen dazu, sich im nächsten Anlauf einer noch abenteuerlichen Situation auszusetzen.

Selfies und Selfie-Sticks werden immer beliebter - leider wird ein besorgniserregenden Anstieg der damit zusammenhängenden Vorfälle und Verletzungen verzeichnet. Es ist nichts dagegen einzuwenden, Reiseeindrücke kreativ zu dokumentieren, aber man sollte dabei nicht die eigene Sicherheit und Gesundheit aufs Spiel setzen.

Viel befahrene Bahngleise, die unmittelbare Nähe zu wilden Tieren oder allzu spektakuläre Aussichtspunkte: Das sind nur einige Beispiele für die Art Kulisse, die einen wahren Selfie-Jäger zu einer kühnen Selbstinszenierung inspiriert. So kam es etwa im Yellowstone-Nationalpark in Wyoming/USA zu mehreren Bisonattacken, weil sich Touristen beim Posieren für Selfies zu dicht an die nordamerikanischen Wildrinder herangewagt hatten. Im Mai stürzte ein Mann aus Singapur von einer Klippe ins Meer, als er bei dem Versuch, die Süd-Ost-Küste von Bali auf einem Urlaubs-Selfie zu verewigen, die Balance verlor. Er konnte nur tot geborgen werden.

Diese traurige Statistik hat an manchen Stellen bereits zu Präventivmaßnahmen geführt. So ist der Europa-Park Rust im Sommer 2015 dem Vorbild der Disney-Parks gefolgt und hat zumindest den Einsatz von Selfie-Sticks verboten, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Nicht wenige Besucher hatten die Teleskopstäbe unter anderem mit in die Achterbahn genommen.

Die russische Polizei rief diesen Sommer eine Kampagne namens "Safe Selfie" ins Leben, nachdem das Innenministerium bis zur Jahresmitte bereits mehr als 100 Verletzungen und einige Todesfälle gezählt hatte. Auch in Indien reagierte man auf den Anstieg der Zwischenfälle: Behörden führten bei einem der größten religiösen Ereignisse der Welt, dem Pilgerfest Kumbh Mela, "No Selfie"-Zonen ein, um potenziellen Massenpaniken vorzubeugen, sollten sich an beliebten Fotomotiven zu viele Besucher drängen.



Quelle: ots/Axa


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