Mittwoch, 20 Jan 2021
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Deutsche Fluggesellschaften wie Lufthansa, Condor und Tuifly testen derzeit Filtersysteme in ihren Flugzeugen. Das bestätigte der Bundesverband Deutsche Luftverkehrswirtschaft (BDL) dem NDR Wirtschaftsmagazin „Markt“. Hintergrund ist offenbar der Anstieg gemeldeter Vorfälle, in denen mit Chemikalien belastete Luft in das Flugzeug gelangt ist. Laut BDL sei man interessiert daran, „dass alle technischen Systeme an Bord stetig verbessert werden – so auch die Filter.“

Unterzeichnung des Westälischen Friedens 1648 in Münster, Deutschland von Gerard Terborch (1617 - 1681)
Foto: Aavindraa / Public Domain (via Wikimedia Commons)

Deutschland muss Europa mutiger machen

Obwohl die europäische Aufsichtsbehörde EASA die Kabinenluft in Verkehrsflugzeugen als „sicher“ einstuft, steigt seit einigen Jahren die Zahl der gemeldeten Vorfälle, in denen Passagiere, Piloten und Crew über gesundheitliche Beschwerden wie Übelkeit und Kopfschmerzen klagen, nachdem mit chemischen Stoffen kontaminierte Luft ins Flugzeug gelangt war. 2016 wurden Vorfälle an die zuständige Berufsgenossenschaft Verkehr gemeldet. Die Luft, die die Passagiere einatmen, gelangt durch die Triebwerke in das Flugzeug. Dabei können Öldämpfe und gesundheitsschädliche Stoffe in die Kabinenluft gelangen.

Studienergebnisse der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung belegen außerdem, dass mehrmals Piloten ausgefallen seien. Gegenüber „Markt“ schildern zwei Piloten, wie sie das Flugzeug nur noch mit Sauerstoffmaske und in einem Fall mithilfe des Autopiloten sicher landen konnten.

Laut BDL ist das Testverfahren von Filtersystemen auf zwei Jahre angelegt. Die Auswertung der Ergebnisse durch Experten erfolge im Anschluss.



Quelle: NDR


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