Samstag, 08 Aug 2020
Foto: Markus Tacker
 1-2 Minuten Lesezeit  281 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Erstmals können gesundheitliche Risiken durch flüchtige Schadstoffe aus Baumaterialien europaweit einheitlich beurteilt werden. Dies ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ein gesundes Raumklima gewährleistet ist.

Der Weltärztechef forderte daher einen dringenden Wechsel in der Pandemiebekämpfung.
Foto: Kasa Fue / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Weltärztechef gibt Politik Mitschuld an Bootsparty in Berlin

Insbesondere flüchtige organische Verbindungen (VOC), wie sie in Baumaterialien, Einrichtungen, Elektrogeräten, Reinigungsmitteln oder anderen Produkten enthalten sind, können im Innenraum gesundheitlich bedenkliche Konzentrationen erreichen. "Als Konsequenz immer besser gedämmter Häuser können gesundheitsgefährdende Substanzen nicht mehr so leicht entweichen. Darum müssen Emissionsquellen im Innenraum besser kontrolliert und reduziert werden", sagt Prof. Dr. Volker Mersch-Sundermann, Leiter des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg. "So kann auch bei moderner Bauweise sichergestellt werden, dass es nicht zu gesundheitlich bedenklichen Stoffkonzentrationen in der Raumluft kommt."

Bewertungssystem orientiert sich an Verfahren aus Deutschland und Frankreich

Ein einheitliches Bewertungssystem wurde nun von der Arbeitsgruppe EU-LCI entwickelt, an der auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg mitgewirkt haben. Das Bewertungssystem regelt, wie Emissionsdaten erfasst und ausgewertet werden sollen. Die Bewertungen des Systems basieren auf der so genannten "LCI", der "lowest concentration of interest". Der LCI beschreibt den Emissionswert, ab der eine Substanz bei langfristiger Exposition Einfluss auf Personen im Innenraum haben könnte.

Das neue Verfahren ermöglicht den Herstellern von Baumaterialien eine genauere Einhaltung der Produktionsvorschriften und den Kontrollbehörden eine bessere Kontrolle. Bislang wurden die Grenzwerte durch einige national entwickelte und deshalb unterschiedliche Verfahren erfasst. "Das neue Verfahren erlaubt jetzt eine EU-weite Harmonisierung der Bewertung", sagt Prof. Mersch-Sundermann. Außerdem kann das Verfahren künftig auch für die Produktkennzeichnung genutzt werden, um den potenziellen Einfluss von Produkten auf die Raumluftqualität zu bewerten. Das EU-LCI-Verfahren und die Ableitung der vorgeschlagenen Richtwerte ist seit kurzem online dokumentiert unter: www.eu-lci.org.



Quelle: Universitätsklinikum Freiburg


#mehrGesellschaft
Wehe, man diskutiert öffentlich über die Kirchensteuer!

Kirche muss flexibler werden

Es ist die Urangst vieler Kirchenleute, das große "Bloß nicht darüber reden!": Wehe, man diskutiert öffentlich über die Kirchensteuer! Jedes Mal, wenn der Begriff irgendwo in den Medien fällt,...
Ein Opfer der Bombe in Hiroshima (7. August 1945)
Foto: Onuka, Masami

Kommentar zum Jahrestag von Hiroshima

Jeder Mensch hat nur ein Leben. Ein einziges. Und doch scheint sein Wert nicht zu zählen in den Augen von Menschen, die jeden Tag irgendwo entscheiden über fremde, namenlose Leben. Bei der kühlen...
Fleisch muss wieder etwas Besonderes werden, wertgeschätzt werden.
Foto: Piqsels CC0

Wer Fleisch isst, trägt Verantwortung

Genug geschimpft über Arbeitszustände in Fleischfabriken, Tierquälerei in Schweineställen und Super-Sparpreise fürs Rindergulasch: Wer jetzt nichts ändert, hat keine Ausreden mehr. Der...
Back To Top