Samstag, 04 Jul 2020
Foto: Dan Watson
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Manchmal hilft ein Blick zurück, um das Hier und Jetzt zu verstehen: In vielem erinnert die Verbreitung des Coronavirus an die Schweinegrippe vor zehn Jahren. Die Weltgesundheitsorganisation hatte damals sogar eine Pandemie ausgerufen. Dass das Virus am Ende harmloser war als die Erreger einer normalen Wintergrippe, konnte man bei Ausbruch nicht wissen.

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Foto: Erich Westendarp / CC0 (via Pixabay)

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Auch beim Coronavirus können die Experten die Gefährlichkeit bislang nicht gänzlich einschätzen. Die Erfahrungen mit der Schweinegrippe können also kein Anlass sein, sich bei Corona mit dem Gedanken "halb so wild" entspannt zurückzulehnen. Die Lehren aus der damaligen Pandemie sollten zugleich verhindern, dass Panik ausbricht. Nach den bisherigen Erkenntnissen verläuft eine Corona-Erkrankung in 80 Prozent der Fälle harmlos. Menschen, die den Erreger in sich tragen, sind ansteckend. Ja! Aber sie dürfen nicht wie Aussätzige behandelt werden. Die Gesellschaft muss sich schützen und dabei Augenmaß bewahren.

Politik, Behörden, Kliniken und Ärzte sind in der Verantwortung, die Infizierten zu versorgen und soweit möglich von den Gesunden zu isolieren. Ohne Mithilfe der Bevölkerung wird es aber nicht gehen. Jeder Einzelne muss die einfachen Hygiene-Regeln beachten, im Verdachtsfall erst einmal zu Hause bleiben und telefonisch einen Test beim Hausarzt vereinbaren. Nur auf diesem Weg wird man die Verbreitung des Virus eindämmen können.

Wenn der Höhepunkt der Krise überschritten ist, müssen Bund und Länder eine selbstkritische Bilanz ihres Krisenmanagements ziehen. Solche Fälle müssen häufiger geprobt werden, es braucht mehr Vorräte an Schutzkleidung, und ein neues Virus in China muss ernster genommen werden, als dies zu Beginn geschah.

Quelle: ots/Rheinische Post
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Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

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