Foto: obs/McDonald's Kinderhilfe Stiftung
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Seit April 2015 fährt das Kindergesundheitsmobil jeden Freitag Flüchtlingsunterkünfte an und führt dort Aktionen aus dem Kindergesundheitspass durch. Nun wird diese Arbeit intensiviert und um regelmäßig stattfindende Impftermine an den Unterkünften ausgebaut. Damit wird auch der gegenwärtigen Entwicklung der Zuwanderung und der stärkeren Notwendigkeit von mobilen und unbürokratischen Angeboten Rechnung getragen.

Benedikt XVI.
Foto: WDKrause / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Benedikt wird zur tragischen Figur

Das Kindergesundheitsmobil wird zukünftig regelmäßig Impftermine an Flüchtlingsunterkünften in Essen durchführen. Damit wird das bestehende Angebot um einen weiteren Baustein erweitert. Erneut macht sich hier das enge Netzwerk der Kooperationspartner McDonald's Kinderhilfe Stiftung, Stadt Essen und Deutscher Kinderschutzbund Essen e.V. bezahlt. So wird der Impfstoff vom Gesundheitsamt Essen zur Verfügung gestellt, Mitarbeiter des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes sowie ehemals niedergelassene Kinderärzte führen die Impfungen durch, und auch die Johanniter sind jeweils mit zwei Sanitätern und einem Krankenwagen vor Ort. Das Team des Kindergesundheitsmobils wiederum hat in den vergangenen drei Jahren bereits wertvolle Erfahrungen in der Arbeit mit Flüchtlingen gesammelt, die nun bei den Impfaktionen zum Tragen kommen. So koordiniert das Team nicht nur den Einsatz vor Ort, sondern unterstützt die Ärzte auch direkt mit Know-how aus der Kinderkrankenpflege und durch die Übernahme der notwendigen medizinischen Dokumentation.

Die ersten beiden Impftermine am 23. und 30. Oktober waren ein gelungener Auftakt. In den beiden Flüchtlingsunterkünften in der Worringstraße und in der Langenbergerstraße konnten die Ärzte insgesamt 45 Kinder impfen und dabei 74 Impfdosen ausgeben. Nun sollen weitere Termine folgen. Das Team händigt dabei jeweils ein bis zwei Wochen vor der Aktion in verschiedenen Sprachen Informationen zur Impfaufklärung aus und sucht bereits hier das persönliche Gespräch mit den Familien. >Direkt vor der Impfung erfolgt dann eine kurze, wenig bürokratische Aufklärung sowie die Anamnese mit Hilfe eines Dolmetschers, so Dr. Ulrich Kohns, der bei der Entwicklung des Angebots mitgewirkt hat. Die beiden Termine haben gezeigt, dass unser Konzept auch in der Praxis funktioniert - nicht zuletzt dank der guten Zusammenarbeit mit den Einrichtungsbetreuern der Caritas und der Diakonie, bestätigt auch Dr. Jutta Ophoff, die seitens des Essener Gesundheitsamts mit an Bord ist.

Für die McDonald's Kinderhilfe Stiftung, die das Kindergesundheitsmobil finanziert, ist das Impfangebot an den Flüchtlingsunterkünften ein wichtiger Schritt. >Mit dieser Maßnahme reagieren wir auf eine neue gesellschaftliche Herausforderung. Die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Kinderschutzbund zeigt uns darüber hinaus, dass man in einem starken Netzwerk, in das jeder seine Fachexpertise einbringt, auch auf aktuelle Krisensituationen reagieren und entsprechende Angebote entwickeln kann>, so Dr. Micha Wirtz, Vorstand der Kinderhilfe Stiftung.

Seit das bundesweit einmalige Pilotprojekt, das sich die Stärkung und Förderung der Kindergesundheit in Essen zum Ziel gesetzt hat, an den Start gegangen ist, wurde das rollende Beratungsangebot für medizinische und pädagogische Fragen laufend evaluiert und ausgebaut. Das Mobil hat sich seit dem Start als Brücke zur medizinischen und pädagogischen Regelversorgung für Kinder und deren Eltern etabliert, die diese aus unterschiedlichsten Gründen bislang nur unregelmäßig in Anspruch genommen haben.



Quelle: ots / McDonald's Kinderhilfe Stiftung


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