Donnerstag, 24 Sep 2020
Foto: obs/ZDF Sebastian Wagner
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Warum steht der deutsche Rettungsdienst im internationalen Vergleich so schlecht da? Sterben in Deutschland bei Notfällen zu viele Menschen, weil lebensrettende Hilfe zu spät am Einsatzort ist und Notärzte nicht ausreichend ausgebildet sind? "ZDFzoom" fragt am Mittwoch, 20. Januar 2016, 22.45 Uhr, im ZDF: "Notruf 112 - Woran krankt der deutsche Rettungsdienst?".

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Foto: Jakub Orisek / CC0 de (via Pixabay)

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Zentrales Problem sei die schlechte Organisation, kritisieren viele Ärzte: "Es werden Menschen sterben, weil wir zu spät kommen", sagt Dr. Gerdts, ärztlicher Leiter beim Rettungsdienst Cuxhaven, denn die Zahl der Einsätze steige - die der Notärzte und Einsatzwagen aber nicht.

"ZDFzoom"-Reporter Ingo Thöne spricht in seinem Film vor allem mit den Praktikern, aber auch mit Fachverbänden, Krankenkassen und Patienten. "Es braucht ein ganzes Maßnahmenpaket", so der Leiter des Rettungsdienstes Münster, Dr. Andreas Bohn. Dringend notwendig sei zum Beispiel eine bessere und schnellere Einschätzung und Verteilung der Notfälle in den Leitstellen: "Die Hilfe muss bereits am Telefon beginnen, damit könnten wir bei plötzlichem Herzstillstand 10 000 Menschenleben retten."

Vorbild ist Seattle in den USA mit einer Überlebensrate von 60 Prozent bei Herzstillstandpatienten im Vergleich zu zehn Prozent in Teilen Deutschlands. Der Erfolg beruht auf einem umfassenden Konzept: speziell ausgebildete Notfallsanitäter mit erweiterten Kompetenzen, Notfallfachärzte in Kliniken, kurze Rettungsfristen und verpflichtende Erste-Hilfe-Kurse für die Bevölkerung, auch schon für Schüler.

Seit Jahren fordert die deutsche Gesellschaft für Notfall- und Akutmedizin auch bei uns unter anderem eine bessere Ausbildung für Notärzte. 18 von 28 EU-Staaten haben bereits einen eigenen Facharzt, in Deutschland werde darüber seit Jahren nur "verhandelt". Scheitern in Deutschland lebensrettende Reformen am Festhalten der Ärzteschaft an einem veralteten System?



Quelle: ots/ZDF


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