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Die Grünen haben Konsequenzen aus den Beschwerden von Passieren und Bordpersonal über schlechte Kabinenluft in Flugzeugen gefordert. Die Bundesregierung solle den serienmäßigen Einsatz von Mess- und Warnsystemen in allen Maschinen durchsetzen, sagte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Markus Tressel, der "Saarbrücker Zeitung" (Montagausgabe).

Es ist skurril, dass das Land in einer Situation, in der wir auf ein Infektionsgeschehen wie im März zusteuern, Schulen und Kitas öffnet.
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Die Teststrategie sollte hinterfragt werden

Flugzeuge, die noch mit der sogenannten "Zapfluft" arbeiteten, sollten nicht mehr zugelassen werden. Tressel berief sich auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage seiner Fraktion, wonach im letzten Jahr bei der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung 147 Störungen "in Verbindung mit Kabinenluft" gemeldet wurden, ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Darunter 30 Mal wegen Ölgeruchs. Vier Meldungen wurden als "schwere" Störungen eingestuft. Tressel äußerte die Vermutung, dass die Dunkelziffer weit höher liege und verwies auf Zahlen der Berufsgenossenschaft Verkehr, die derzeit rund 1000 Vorgänge bearbeitet, bei denen Piloten oder Bordpersonal über die Auswirkungen klagen. "Die Gesundheit von Passagieren und Crewmitgliedern wird von Herstellern und Fluggesellschaften seit Jahren leichtfertig aufs Spiel gesetzt", sagte der Grünen-Politiker.

Bei vielen Flugzeugtypen wird Luft aus dem Mantelstrom der Turbinen angezapft und zur Kühlung für andere Bauteile verwendet. Sie kann unter Umständen in den Innenraum gelangen. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Luftverkehrswirtschaft, Matthias von Randow, sagte der Zeitung, sowohl die europäische Sicherheitsbehörde EASA als auch eigenen Messungen hätten eine Gefährdung nicht belegen können. Gleichwohl appelliere der BDL an die Hersteller, Flugzeuge zur Verfügung zu stellen, "die selbstverständlich eine saubere Kabinenluft garantieren". Der Verband habe der Industrie zudem mehrfach vorgeschlagen, die Einführung zusätzlicher Warnsysteme zu prüfen.



Quelle: Saarbrücker Zeitung


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