Donnerstag, 02 Jul 2020
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Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) geht in die Offensive gegen den Pflegenotstand: "Kommende Woche starte ich mit meinem Ministerium eine breite Kampagne, um junge Menschen für die Pflege zu gewinnen und über die Chancen der neuen Pflegeausbildung zu informieren", sagte Giffey im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Anja Karliczek
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Zum neuen Jahr werde das Schulgeld in der Pflegeausbildung abgeschafft und eine angemessene Ausbildungsvergütung für alle Auszubildenden abgesichert. "Das ist ein riesiger Schritt nach vorn", so die Ministerin. Zugleich werde die Ausbildung inhaltlich attraktiver, ermögliche einen Abschluss in Kinderkrankenpflege oder Altenpflege und ein anschließendes Studium. "Pflege ist viel mehr als 'satt und sauber'. Dafür müssen wir jetzt Menschen gewinnen", betonte sie. "Dann ist das gemeinsame Ziel zu schaffen, die Zahl der Pflege-Azubis in fünf Jahren um zehn Prozent zu steigern."

Um Angehörigen die Möglichkeit zu geben, bedürftige Eltern zu pflegen, erwägt die Ministerin Entlastungen. "Es gibt die Idee für ein Familienpflegegeld, also eine Lohnersatzleistung nach Vorbild des Elterngeldes. Das könnte es pflegenden Angehörigen ermöglichen, in Teilzeit zu arbeiten oder zeitweise ganz aus dem Beruf auszusteigen. Ich habe Sympathien für dieses Konzept. Wir prüfen das", sagte sie. Zwar wäre dies "mit erheblichen Kosten verbunden", betonte die SPD-Politikerin, ergänzte aber: "Die Angehörigen sind der größte Pflegedienst in Deutschland. Das ist eine Leistung, die nicht hoch genug geschätzt werden kann."

Angesichts des verheerenden Personalmangels in der ambulanten und stationären Pflege mahnte Giffey aber auch zu Geduld. "Es braucht Zeit", sagte sie. "Die neuen Kolleginnen und Kollegen fallen nicht vom Himmel." Sie verwies neben der neuen Pflegeausbildung auf weitere Maßnahmen: "Das Gesetz für bessere Pflege-Löhne ist im Bundestag. Die Arbeitsbedingungen werden verbessert, etwa durch Digitalisierung. Und die Bemühungen laufen, Pflegekräfte aus dem Ausland zu gewinnen, weil wir alle Möglichkeiten nutzen müssen, um jetzt mehr Pflegekräfte zu bekommen."



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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