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FFP2-Masken-Pflicht

Richtiger Ansatz

Die Ärzteorganisation Marburger Bund hat die Bund-Länder-Pläne für schrittweise Lockerungen begrüßt, pocht aber vor dem Corona-Gipfel auf ein Festhalten an der FFP2-Masken-Pflicht.

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Gesundheit.
Die 2G-Regel im Einzelhandel - also das Shoppingverbot für Ungeimpfte - hält Johna schon jetzt für "entbehrlich", aber nur, "wenn stattdessen bis auf Weiteres die FFP2-Masken-Pflicht beibehalten wird.
Die 2G-Regel im Einzelhandel - also das Shoppingverbot für Ungeimpfte - hält Johna schon jetzt für "entbehrlich", aber nur, "wenn stattdessen bis auf Weiteres die FFP2-Masken-Pflicht beibehalten wird.
Foto: Arturo Rey

Die Ärzteorganisation Marburger Bund hat die Bund-Länder-Pläne für schrittweise Lockerungen begrüßt, pocht aber vor dem Corona-Gipfel auf ein Festhalten an der FFP2-Masken-Pflicht.

"In der Beschlussvorlage zu der Ministerpräsidentenkonferenz wird ein gestuftes Vorgehen in Aussicht gestellt. Das ist der richtige Ansatz", sagte die Vorsitzende Susanne Johna im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Ich halte es für sinnvoll, im Abstand von etwa einer Woche neue Lockerungsschritte umzusetzen."

Ein Stopp der Eindämmung auf einen Schlag (Freedom Day) sei zu gefährlich, so Johna. "Es kann nur schrittweise gehen und mit Augenmaß." Es gebe noch 16 Millionen ungeimpfte Erwachsene, darunter 2,8 Millionen über 60-Jährige ohne zweifachen Basis-Impfschutz. "Wenn sich diese Menschen vermehrt infizieren - und das werden sie bei Aufhebung aller Schutzmaßnahmen - wird es in dieser Gruppe auch deutlich mehr Erkrankungen geben."

Die 2G-Regel im Einzelhandel - also das Shoppingverbot für Ungeimpfte - hält Johna schon jetzt für "entbehrlich", aber nur, "wenn stattdessen bis auf Weiteres die FFP2-Masken-Pflicht beibehalten wird. Sie sollte als Letztes wegfallen, weil sich die FFP2-Masken in der Pandemie als besonders hilfreich erwiesen haben!", forderte Johna ein Nachschärfen der Beschlussvorlage, denn darin ist keine FFP2-Pflicht mehr vorgesehen. "Solange wir eine derart hohe Infektionsaktivität haben wie jetzt, sind FFP2-Schutzmasken gerade in Innenräumen absolut unentbehrlich."

Eindringlich warnte die Marburger-Bund-Vorsitzende vor einer Aufhebung der Maskenpflicht schon zu Ostern, wie es etwa Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) fordert: "Wahrscheinlich wird man sie erst im Frühsommer nicht mehr brauchen, in Teilbereichen des Gesundheitswesens werden sie aber wohl zum Alltag gehören", so Johna. "Wir haben ja gesehen, wie wirkungsvoll das Tragen von Schutzmasken ist, um gerade vulnerable Personengruppen vor Ansteckung zu schützen." Und wenn es im Herbst wieder zu vermehrten Infektionen komme, womit zu rechnen sei, "werden Masken in Innenräumen erneut gebraucht werden, um sich selbst zu schützen und das Infektionsgeschehen einzudämmen".

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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