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München (ots) - Wenn es im Bauch regelmäßig drückt und schmerzt, man ständig unter Verstopfung, Durchfall oder Übelkeit leidet, dann könnte eine Lebensmittel-Unverträglichkeit aufgrund eines Enzymmangels dahinterstecken.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde ist also auch in dem Punkt endgültig im "Draghi-Modus" angekommen.
Foto: Brinacor / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Im Draghi-Modus

Laut einer internationalen Studie (durchgeführt in Süd-Deutschland, Österreich und Deutsch-Schweiz von Marketagent.com im Auftrag der Nutridis) sind immer mehr Menschen davon betroffen. Enzyme sind essentiell für das gesunde Funktionieren des menschlichen Körpers und gelten als "Zündkerzen" des Stoffwechsels. Mit dem Enzyme Day am 2. Oktober weist die Nutridis, die Wissenschaftliche Gesellschaft zur Forschung und Weiterbildung im Bereich nahrungsmittelbedingter Intoleranzen, auf diese Entwicklung hin und zeigt die Bedeutung von Enzymen für den menschlichen Körper sowie sein Funktionieren auf. Dieses Jahr steht besonders das Thema Fruktose (=Fruchtzucker) im Mittelpunkt.

Fruktose (=Fruchtzucker) kommt in der Natur hauptsächlich in Obst und Gemüse vor. Sie ist aber auch ein Bestandteil des normalen Haushaltszuckers (Saccharose), der aus einem Molekül Glukose und einem Molekül Fruktose besteht. Für die Aufnahme von Fruktose im Körper braucht man das Transporterprotein GLUT-5, das im Dünndarm wirkt. "Herrscht ein Mangel dieses Transporter bzw. nimmt man mehr Fruktose auf als der Körper im Dünndarm verarbeiten kann, spricht man von einer Fruktose-Malabsorption", erklärt Priv.-Doz. Dr.med. Peter Komericki, Medizinischer Leiter der Nutridis und Facharzt für Dermatologie an der Universitäts-Hautklinik Graz.

Eine komplette Aufnahme im Dünndarm ist dann nicht mehr möglich. Dadurch gelangt Fruktose in den Dickdarm, wo es durch Bakterien in diverse Stoffwechselprodukte abgebaut wird. Diese Stoffwechselprodukte verursachen Beschwerden. Man kann hier allerdings mit der Zuführung des Enzyms Xyloseisomerase entgegenwirken. Dieses Enzym wandelt im Dünndarm Fruktose in Glukose um und ermöglicht damit die Aufnahme im Körper. Des Weiteren soll eine hohe Aufnahme an Fruktose, die - wie oben erwähnt - auch im normalen Haushaltszucker enthalten ist, verantwortlich für Übergewicht und die Entstehung einer Nichtalkoholischen Fettleber (NAFLD) sein.

Schuld daran, dass immer mehr Menschen von einer Fruktose-Malabsorption bzw. einer Nichtalkoholischen Fettleber betroffen sind, sind unter anderem unsere veränderten Ernährungsgewohnheiten. Fruktose schmeckt deutlich süßer als Glukose (dem anderen Bestandteil des Haushaltszuckers). Der Fruchtzucker wird deshalb oft als Süßstoff in Backwaren, Süßigkeiten und Limonaden verwendet. Dadurch nehmen wir heutzutage eine wesentlich größere Menge davon auf als früher.



Quelle: Nutridis


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