Mittwoch, 12 Aug 2020
Foto: Myriam Zilles / CC0 (via Pixabay)
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Knuspermüsli und ein Frucht-Joghurt zum Frühstück. Das klingt gesund, ist es aber nicht. Kaum jemand weiß, dass in Joghurt oder Müsli bis zu elf Würfel Zucker stecken, pro Portion. Weltweit wächst die Zahl der Menschen, die an Übergewicht und Diabetes leiden, darunter sind viele Kinder. Mit Süßstoff lassen sich prima Geschäfte machen, deshalb sieht die Lebensmittel- und Getränkeindustrie keinen Grund, darauf zu verzichten. Zucker ist ein billiger Inhaltsstoff und wichtiger Geschmacksverstärker. Aber Zucker ist eben auch ein Gesundheitsrisiko.

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Foto: Wilhelm Rosenkranz / CC BY 2.0 (via Flickr)

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Wenn der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte eine Zuckersteuer fordert, liegt er also richtig. In vielen Ländern hat sich dieses Mittel bereits bewährt, die Lust auf Süßes lässt sich über den Preis erheblich mindern. Beim Rauchen oder den Schnapsmischgetränken sind die Erfahrungen auch hierzulande positiv: Der Konsum von Zigaretten oder Alkopops ist auch deshalb massiv gesunken, weil der Staat mit Hilfe höherer Steuern eingegriffen hat. Warum sollte das beim Zucker nicht funktionieren? Anders als fragwürdige wissenschaftliche Studien glauben machen möchten, ist der Süßstoff nämlich alles andere als harmlos.

Gefordert ist Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU). Bei der Kennzeichnung von Fertigprodukten hat sie sich als lernfähig erwiesen und die Tür für Nutri-Score geöffnet. Bald wird es auf vielen Verpackungen eine gut sichtbare Ampel geben, die den Verbrauchern hilft, Lebensmittel zu bewerten. Das schafft Transparenz. Gerade in Fertigprodukten ist der Anteil versteckter Süßmacher oft sehr hoch - auch dort, wo Konsumenten ihn nicht vermuten würden, etwa in Tütensuppen, Pizza oder Soßen. Leider ist die Kennzeichnung freiwillig, aber erste Produkte sind schon im Regal und üben damit Druck auf die Konkurrenz aus. Eine Zuckersteuer wäre ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer gesünderen Ernährung.



Quelle: ots/Westdeutsche Zeitung
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