Sonntag, 20 Sep 2020
Der Fußball hat eine Chance verdient, aber nicht durch eine Sonderbehandlung, sondern weil er sich wie alle anderen auch an zuvor definierte Regeln hält.
Der Fußball hat eine Chance verdient, aber nicht durch eine Sonderbehandlung, sondern weil er sich wie alle anderen auch an zuvor definierte Regeln hält. Foto: wgbieber / CC0 (via Pixabay)
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Die Fußball-Bundesliga hat wenig mit Bolzplatz-Romantik zu tun. Die DFL ist ein Zusammenschluss von 36 Klubs, die knallharte wirtschaftliche Interessen verfolgen. Die können sie nur erreichen, wenn der Ball rollt. Es ist deshalb absolut legitim, dass sie alles dafür tun, um die Voraussetzungen zu schaffen, den Spielbetrieb in der Corona-Pandemie fortzusetzen. Die Diskussion darüber sachlich zu führen, fällt vielen schwer. Diesen Status hat sich die Branche über Jahrzehnte durch immer größere Distanz zur Basis erarbeitet.

Am 9. Mai soll es weitergehen. Dafür hat der Verband mit einem medizinischen Stab ein Konzept erarbeitet. Ausreichend Tests sollen im Kern dafür sorgen, so viel Sicherheit wie möglich zu gewährleisten. Statt Lob bekommen die DFL und die Vereine aber auch viel Missgunst zu spüren, als würden sie jemandem etwas vor der Nase wegschnappen. Dem ist nicht so, wenn man sich die aktuelle Auslastung der Labore ansieht. Es wäre wünschenswert, wenn die Politik gleichermaßen zum Beispiel auch in Altenheimen systematisch testen würde.

Der Fußball hat eine Chance verdient, aber nicht durch eine Sonderbehandlung, sondern weil er sich wie alle anderen auch an zuvor definierte Regeln hält. Von diesem Grundsatz darf kein Millimeter abgewichen werden. Ob er sich mit einer Fortsetzung der Saison wirklich einen Gefallen tut, ist noch mal eine andere Frage. Das Risiko des Scheiterns ist nicht unerheblich, die Alternative wäre allerdings der Konkurs einiger Klubs, die auf eingeplante TV-Gelder angewiesen sind. Der Fußball muss in dieser Krise einen Weg finden, die Menschen hinter sich zu bringen und zu überzeugen. Gelingt ihm das nicht, wird es massive Proteste von Ultras rund um die Stadien geben, ist eine Rückkehr auf die große Bühne nicht vermittelbar.

Quelle: ots/Rheinische Post
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