#zeitfokus.

Samstag, 04 Apr 2020
Foto: Gerd Altmann / CC0 (via Pixabay)
 1-2 Minuten Lesezeit  279 Worte im Text  vor 52 Tagen
Chinas Intransparenz gefährdet Leben . Tedros Adhanom Ghebreyesus brachte es am Dienstag auf den Punkt. "Es geht jetzt nicht um Publikationen, Patente und Profite. Jetzt geht es darum, den Ausbruch zu stoppen und Leben zu retten", sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Dort diskutieren bis Mittwoch rund 400 Experten und Forscher aus aller Welt, wie sich die Epidemie des neuen Coronavirus eindämmen lässt. Was die Forscher brauchen sind neben Geld vor allem Informationen. Da stößt die neueste Nachricht aus China natürlich besonders sauer auf. Die Regierung schönt seit Ende vergangener Woche ihre Statistik über die Zahl der Infektionen. Registriert werden nur Personen, die Symptome zeigen. Dabei deutet bisher vieles darauf hin, dass Patienten, die mit dem Virus infiziert sind, auch ansteckend sind, wenn sie keine Symptome zeigen. Die Zahl der tatsächlich Infizierten dürfte also deutlich über dem liegen, was China derzeit angibt. Und selbst diese Zahl ist nicht gering: Rund 43.100 Menschen haben sich angesteckt, mindestens 1018 sind gestorben. Will China verbergen, dass man mit der Epidemie überfordert ist? Zum Stil der derzeitigen Regierung, die seit Jahren mit harter Hand regiert, würde es passen. Es wäre freilich der falsche Weg. Peking hat es eigentlich auch gar nicht nötig. Dank der drastischen Quarantäne-Maßnahmen ist dem Land und wohl auch weiten Teilen der Welt eine noch schnellere Ausbreitung des Virus erspart geblieben. Die Millionenstadt Wuhan, wo der Erreger mutmaßlich seinen Ursprung hat, wurde rasch abgeriegelt. China hat aus der Sars-Pandemie 2002/2003 gelernt. Damals versagte der Staatsapparat. Er erkannte viel zu spät, welches Chaos hereinzubrechen drohte. Dieses Mal war man wacher. Doch der Kampf ist noch nicht gewonnen. Und mit Intransparenz gewinnt man ihn ganz sicher nicht. Quelle: ots/Rheinische Post

Tedros Adhanom Ghebreyesus brachte es am Dienstag auf den Punkt. "Es geht jetzt nicht um Publikationen, Patente und Profite. Jetzt geht es darum, den Ausbruch zu stoppen und Leben zu retten", sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Dort diskutieren bis Mittwoch rund 400 Experten und Forscher aus aller Welt, wie sich die Epidemie des neuen Coronavirus eindämmen lässt. Was die Forscher brauchen sind neben Geld vor allem Informationen.

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Foto: Michael Moriarty / CC0 (via Pixabay)

Lieferengpässe bei medizinischem Cannabis

Da stößt die neueste Nachricht aus China natürlich besonders sauer auf. Die Regierung schönt seit Ende vergangener Woche ihre Statistik über die Zahl der Infektionen. Registriert werden nur Personen, die Symptome zeigen. Dabei deutet bisher vieles darauf hin, dass Patienten, die mit dem Virus infiziert sind, auch ansteckend sind, wenn sie keine Symptome zeigen. Die Zahl der tatsächlich Infizierten dürfte also deutlich über dem liegen, was China derzeit angibt. Und selbst diese Zahl ist nicht gering: Rund 43.100 Menschen haben sich angesteckt, mindestens 1018 sind gestorben.

Will China verbergen, dass man mit der Epidemie überfordert ist? Zum Stil der derzeitigen Regierung, die seit Jahren mit harter Hand regiert, würde es passen. Es wäre freilich der falsche Weg. Peking hat es eigentlich auch gar nicht nötig. Dank der drastischen Quarantäne-Maßnahmen ist dem Land und wohl auch weiten Teilen der Welt eine noch schnellere Ausbreitung des Virus erspart geblieben. Die Millionenstadt Wuhan, wo der Erreger mutmaßlich seinen Ursprung hat, wurde rasch abgeriegelt. China hat aus der Sars-Pandemie 2002/2003 gelernt. Damals versagte der Staatsapparat. Er erkannte viel zu spät, welches Chaos hereinzubrechen drohte. Dieses Mal war man wacher. Doch der Kampf ist noch nicht gewonnen. Und mit Intransparenz gewinnt man ihn ganz sicher nicht.



Quelle: ots/Rheinische Post
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