#zeitfokus.

Dienstag, 02 Jun 2020
Mahnwache in Hannover gegen Antisemitismus nach dem Anschlag in Halle, 10. Oktober 2019
Mahnwache in Hannover gegen Antisemitismus nach dem Anschlag in Halle, 10. Oktober 2019 Foto: Bernd Schwabe in Hannover / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
 1-2 Minuten Lesezeit  232 Worte im Text  vor 25 Tagen

Der Zentralrat der Juden hat davor gewarnt, dass die Corona-Krise zu einer Welle von Ressentiments gegen Minderheiten führen kann. Präsident Josef Schuster sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ), er halte es für wahrscheinlich, "dass wirtschaftliche Verwerfungen den Nährboden bilden, auf dem rechtsextreme Kreise ihre Saat aussäen. Sie könnte in Deutschland zwar nicht jetzt unmittelbar, wohl aber in der Zukunft aufgehen. So etwas sieht man immer wieder."

Campus, Jacobs University Bremen
Foto: IUB / CC BY 3.0 (via Wikimedia Commons)

Jacobs University Bremen ist eine der besten jungen Universitäten der Welt

Schuster sagte voraus, dass die Schwächephase der AfD nur vorübergehend sei. "Wenn die Akutphase vorbei ist, stellt sich die Frage, ob Parteien des rechtsextremen Spektrums nicht wieder neue Nahrung erhalten. Ich befürchte, dass es so sein wird."

Der Zentralratspräsident bedauerte, dass die Auseinandersetzung mit den jüngsten rechten Anschlägen in Halle und Hanau gegenwärtig in den Hintergrund gerate. Es sei wichtig, "dass wir alle wachsam bleiben und über die Corona-Krise nicht andere Gefahren aus dem Blick verlieren", mahnte er.

Zugleich forderte Schuster, beim bevorstehenden Schulstart keine falschen Prioritäten zu setzen. "Ich hoffe, dass der Geschichtsunterricht nicht zu kurz kommt nach der Corona-Krise, wenn womöglich zunächst die klassischen Hauptfächer verstärkt unterrichtet werden sollen. Schule ist nicht nur Mathe, Deutsch und das Erlernen von Fremdsprachen, sondern auch die Kenntnis von Geschichte." Der Holocaust müsse im Unterricht selbstredend vorkommen, verbunden mit Besuchen in KZ-Gedenkstätten. "Schüler aller Schularten sollten mindestens einmal dorthin reisen." Die Corona-Krise dürfe hier nicht zu Abstrichen führen.

Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
#mehrGesellschaft
Die Strategie des Lockdowns für alle Kinder muss beendet und durch das Aufdecken von Infektionsketten und deren konsequente Nachverfolgung ersetzt werden
Foto: Alicja / CC0 de (via Pixabay)

Kindermedizinische Dachorganisation legt Konzept für "kontrollierte" Kitaöffnungen vor

Vor der Familienministerkonferenz an diesem Mittwoch hat sich die kindermedizinische Dachorganisation DAKJ in die Debatte über Kitas in der Corona-Krise eingeschaltet. "Wir plädieren eindrücklich...
Zugegebenermaßen sind gerade Gastronomie und Friseurhandwerk arg gebeutelt.
Foto: Donovan Valdivia

Abzocke statt Solidarität

Wer zahlt für die Corona-Krise? Am Ende immer der brave Bürger. Wer eben kann, greift in seine Tasche. Im Zweifel kassiert der Staat über Steuern und Gebühren, gern bedient sich auch die freie...
Carsten Linnemann
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

Abdriften in die Staatswirtschaft

Der Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann (CDU) lehnt in der Corona-Krise eine Aktienbeteiligung des Bundes an der Lufthansa ab und warnt vor einem Sündenfall: "Ich halte das derzeit für das...
Insgesamt liegt der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten bei 19,3 Prozent.
Foto: Engin Akyurt

Aus dem Soli wird die Corona-Abgabe

Es geht um gewaltige Zahlen. Über eine Billion Euro haben Bund und Länder zur finanziellen Bewältigung der Corona-Krise in Aussicht gestellt. Allein in diesem Jahr hat der Bundestag schon einen...
Josef Schuster
Foto: Freud / CC BY 3.0 (via Wikimedia Commons)

Josef Schuster: "Bin nicht überzeugt, dass die Deutschen es verstanden haben"

75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, Zweifel daran geäußert, dass die Deutschen hinreichende Lehren aus der...
Hauptsächlich sie betreuen gleichzeitig die Kinder, die seit Mitte März nur teilweise in die Kita und lediglich alle paar Tage zur Schule gehen.
Foto: Bethany Beck

Mütter schultern die Hauptlast einer verfehlten Politik

In der Corona-Krise beherrschen Männer die öffentliche Debatte. Virologen geben die neuesten Forschungsergebnisse bekannt. Unternehmer, Gastwirte und Einzelhändler fordern Staatshilfen....
Insgesamt liegt der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten bei 19,3 Prozent.
Foto: Eugene Chystiakov

Friseure und Verkäufer verdienen am wenigsten

Friseure, Kosmetiker und Verkäufer verdienen im Vergleich zu anderen Berufen am wenigsten. Das mittlere Bruttoeinkommen von Friseuren lag im Jahr 2018 bei 1637 Euro monatlich, geht aus der Antwort...
Back To Top